Marius Borg Høiby-Prozess: Die entscheidende Nacht der Festnahme
Im norwegischen Oslo steht der 29-jährige Marius Borg Høiby, Sohn von Mette-Marit, vor Gericht. Am 21. Verhandlungstag rückt die Nacht vom 4. August 2024 in den Fokus, die die Ermittlungen überhaupt auslöste. Høiby soll sich ausführlich zu Vorwürfen äußern, seine Ex-Freundin, bekannt als die Frau aus Frogner, gewürgt und mehrfach geschlagen zu haben. Diese angeblichen Gewalttaten führten damals zu seiner ersten Festnahme.
Emotionale Aussagen und Erschöpfung im Mammut-Prozess
Bereits am Vortag begann Høiby mit seiner Aussage, wirkte jedoch sehr emotional und müde. Er brach mehrfach in Tränen aus und erklärte: Es ist ganz offensichtlich, dass mir dieser Fall schwerfällt. Aufgrund seiner dünnhäutigen und fragilen Verfassung bat er um eine Pause. Seit über einem Monat sitzt Høiby in Untersuchungshaft, was seine Erschöpfung im langwierigen Verfahren verstärkt. Kürzlich erhielt er Familienbesuch, darunter von seinem Vater, der durch die schwere Gefängnistür verschwand.
Komplizierte Beziehung und frühere Vorfälle
Die Beziehung zwischen Høiby und der Frau aus Frogner wird als intensiv und wechselhaft beschrieben, mit mehreren Trennungen und Versöhnungen. Trotz aggressiver Situationen, in denen Høiby mit einem Messer drohte oder Gegenstände zerstörte, betonte die Ex-Freundin vor Gericht: Ich hatte keine Angst. Sie bezeichnete solche Handlungen als alberne Jungensache. Im Prozess kamen auch frühere Vorfälle zur Sprache, etwa ein Vorfall einige Monate vor der Augustnacht, bei dem Høiby seine damalige Freundin während einer gemeinsamen Dusche angepinkelt haben soll – ausgerechnet während der Geburtstagsfeier von Königin Sonja auf der Sommerresidenz.
Geständnis und Selbstzweifel
Vor Gericht räumte Høiby die körperliche Gewalt in jener Augustnacht ein, betonte jedoch unter Tränen, er sei nicht so schlimm. Gleichzeitig erklärte er, er erkenne sich in dem Bild, das von ihm durch seine Ex gezeichnet wurde, nicht wieder. Die Frau aus Frogner schilderte zudem seine verzweifelten Äußerungen: Er sagte, sein Leben sei ruiniert, seine Mutter kümmere sich nicht um ihn und er habe nichts mehr, wofür es sich zu leben lohne. Der Prozess bleibt gespannt, während Høiby versucht, sich mit Kautabak zu beruhigen, und die Öffentlichkeit auf weitere Entwicklungen wartet.



