Grausiger Fund bei Müllsammelaktion im Sauerland
Bei einer Müllsammelaktion im Sauerland haben Teilnehmer am Samstag einen schockierenden Fund gemacht. In einem Waldstück in Wenden im Kreis Olpe entdeckten sie einen menschlichen Kopf. Die Mordkommission hat daraufhin umgehend die Ermittlungen aufgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Siegen und die Polizei Hagen gemeinsam mitteilten.
Ermittlungen in alle Richtungen
Die Ermittler prüfen derzeit verschiedene Spuren und mögliche Zusammenhänge. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf einem bereits bekannten Verbrechen aus dem Herbst des vergangenen Jahres. Damals waren die abgetrennten Hände einer 32-jährigen Eritreerin auf der Autobahn A45 bei Olpe gefunden worden.
Kurze Zeit später entdeckten Ermittler ihren Körper in einem Waldstück in Monreal in Rheinland-Pfalz. An dieser Leiche fehlten sowohl die Hände als auch der Kopf. Die Identifizierung der Frau war damals durch Fingerabdrücke möglich gewesen.
Hintergrund des früheren Falls
Der Fall hatte Ende 2025 für großes Aufsehen und Bestürzung gesorgt. Die 32-jährige Frau hatte zuletzt in einem Flüchtlingsheim in Bonn gelebt und verließ ihre Unterkunft am 16. November 2025. Ihr drei Monate altes Baby wurde unverletzt vor einem Kloster im hessischen Waldsolms aufgefunden.
Seit etwa zwei Monaten sitzt der damals 41-jährige Lebensgefährte des Opfers in Untersuchungshaft in Deutschland. Die Ermittlungsbehörden hatten mitgeteilt, dass sich aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse ein dringender Tatverdacht gegen den Mann ergeben habe.
Internationale Ermittlungen
Der Verdächtige wurde von Äthiopien nach Deutschland ausgeliefert, nachdem Ermittler der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft eigens nach Afrika gereist waren, um ihn nach Deutschland zu bringen. Anfang Februar wurde er einem Haftrichter in Bonn vorgeführt, der ihn wegen des Verdachts auf Totschlag in Untersuchungshaft schickte.
Zu den Vorwürfen hatte sich der Mann zunächst nicht geäußert. Ungeklärt blieb bislang auch, wo genau die Frau getötet wurde. Die Ermittlungen zu diesem komplexen Fall dauern an.
Aktuelle Ermittlungslage
Nach dem Fund des menschlichen Kopfes am Samstagmittag dauern die Ermittlungen zunächst an. Weitere Einzelheiten und Hintergründe wurden von den Behörden bisher nicht genannt. Auch zur genauen Auffindesituation des Kopfes gab es keine weiteren Details.
Die Ermittler prüfen nun intensiv, ob es sich bei dem gefundenen Kopf um den Schädel der 32-jährigen Eritreerin handeln könnte. Der Fundort liegt in der Nähe der Autobahn A4, nicht weit entfernt von den früheren Fundstellen der Leichenteile.
Die Mordkommission arbeitet mit Hochdruck an der Aufklärung beider Fälle und der möglichen Verbindung zwischen ihnen. Die Bevölkerung wird um erhöhte Aufmerksamkeit und die Meldung verdächtiger Beobachtungen gebeten.



