Tödlicher Messerangriff in Berlin: 23-Jähriger in Psychiatrie
Messerangriff Berlin: Täter in Psychiatrie

Ein 23-Jähriger, der im Dezember 2025 in Berlin-Neu-Hohenschönhausen einen 69-jährigen Mann mit Messern attackierte und tötete, kommt dauerhaft in ein psychiatrisches Krankenhaus. Das Landgericht Berlin ordnete die unbefristete Unterbringung des Beschuldigten an.

Urteil: Unterbringung in Psychiatrie

Der Vorsitzende Richter erklärte, der Mann habe unter „wahnhaften Eingebungen“ einen Totschlag begangen. Ohne Behandlung sei er gefährlich für die Allgemeinheit. Die Staatsanwaltschaft war ursprünglich von Mord aus Mordlust ausgegangen, rückte jedoch nach der Beweisaufnahme davon ab. Es sei nicht sicher, dass der 23-jährige Deutsche aus purer Lust am Töten handelte.

Tathergang und Hintergründe

Am späten Abend des 28. Dezember 2025 war der Beschuldigte in Neu-Hohenschönhausen unterwegs. „Es musste ein Mensch sterben, so war seine Vorstellung“, hieß es im Urteil. In der Nähe einer Bushaltestelle traf er auf einen ihm flüchtig bekannten 69-Jährigen und griff mit zwei Messern in Tötungsabsicht an. Das Opfer erlitt sieben Stich- und Schnittwunden und starb an hohem Blutverlust.

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Psychischer Zustand des Täters

Der 23-Jährige leidet seit Jahren an einer paranoiden Schizophrenie und hört akustische Stimmen, die ihm Befehle geben. Zum Tatzeitpunkt war er „hochgradig psychotisch“. Mordmerkmale wurden im Prozess nicht festgestellt. Der Beschuldigte stellte sich kurz nach der Tat selbst der Polizei, legte drei Messer auf den Tisch und gestand die Tat. Seit seiner Festnahme befindet er sich vorläufig im Krankenhaus des Maßregelvollzugs.

Rechtliche Einordnung

Das Urteil entspricht den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Die unbefristete Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus soll die Allgemeinheit vor dem gefährlichen Mann schützen und ihm gleichzeitig eine angemessene Behandlung ermöglichen.

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