Mexikos mächtigster Drogenboss getötet: Trump-Regierung unterstützte Mega-Operation
In einem spektakulären Schlag gegen die organisierte Kriminalität ist Nemesio "El Mencho" Oseguera Cervantes, der Anführer des berüchtigten Jalisco New Generation Kartells, getötet worden. Der 59-jährige Drogenboss starb am Sonntag während einer groß angelegten Razzia im Bundesstaat Jalisco, die zu einem heftigen Feuergefecht eskalierte.
Operation mit internationaler Unterstützung
Nach Angaben des mexikanischen Verteidigungsministeriums führte die Armee den Einsatz an, unterstützt von Luftwaffe und Spezialeinheiten. Die operative Verantwortung lag eindeutig bei Mexiko, wie ein früherer Beamter der amerikanischen Drogenbekämpfungsbehörde DEA bestätigte. Dennoch erhielten die mexikanischen Kräfte wertvolle Unterstützung von den USA.
Karoline Leavitt, die Sprecherin von Präsident Trump im Weißen Haus, erklärte auf X, dass "El Mencho" "ganz oben auf der Liste der Zielpersonen der mexikanischen und US-amerikanischen Regierung" gestanden habe. Die USA lieferten entscheidende Geheimdienstinformationen für die Operation.
Tödliches Feuergefecht und Eskalation
Bei dem Zugriff kam es zu einem intensiven Schusswechsel, bei dem vier Kartellmitglieder erschossen und drei weitere verletzt wurden. Auch "El Mencho" wurde getroffen und starb später an Bord eines Militärhubschraubers auf dem Weg nach Mexiko-Stadt. Drei Soldaten wurden bei der Aktion verletzt.
Die Behörden beschlagnahmten bei der Razzia mehrere gepanzerte Fahrzeuge und eine Vielzahl von Waffen, darunter auch Raketenwerfer. Das US-Außenministerium hatte zuvor eine Belohnung von 15 Millionen Dollar (12,7 Millionen Euro) für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Kartellbosses führen könnten.
Landesweite Gewaltwelle nach Tod des Kartellchefs
Unmittelbar nach dem Tod von "El Mencho" eskalierte die Situation im ganzen Land. In 20 Bundesstaaten legten Kartellmitglieder Feuer, zündeten Autos an und blockierten Straßen. In Guadalajara herrschte Ausnahmezustand, viele Bewohner verbarrikadierten sich aus Angst in ihren Häusern.
Schulen blieben geschlossen, und Sicherheitskräfte gingen landesweit in Alarmstellung. Die Gewaltwelle erreichte sogar die Landesgrenze: Guatemala verstärkte umgehend seine Grenzsicherung zu Mexiko.
Besorgniserregende Situation in Guadalajara
Besonders beunruhigend sind die Entwicklungen in Guadalajara, wo in wenigen Monaten vier Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft stattfinden sollen. Am Flughafen der Stadt spielten sich verstörende Szenen ab. Das US-Außenministerium warnte US-Bürger in der Region: "Suchen Sie Schutz und bleiben Sie in Ihren Unterkünften."
Das Jalisco New Generation Kartell war für den Schmuggel von Kokain, Methamphetamin und Fentanyl in die USA verantwortlich und galt als eine der mächtigsten und gewalttätigsten kriminellen Organisationen Mexikos. Der Tod von "El Mencho" markiert einen bedeutenden Erfolg im Kampf gegen den Drogenhandel, doch Experten warnen vor möglichen Machtkämpfen innerhalb des Kartells und weiteren Gewaltausbrüchen.



