Mordfall Fabian (8): Mutter fürchtet Konfrontation mit mutmaßlicher Täterin
Mordfall Fabian: Mutter fürchtet Konfrontation mit Verdächtiger

Mordfall Fabian (8): Mutter fürchtet Konfrontation mit mutmaßlicher Täterin

In der Marienkirche in Güstrow erinnern Kerzen, Briefe und zahlreiche Plüschtiere an den achtjährigen Fabian. Der tragische Tod des Jungen hat die Menschen in der Region tief erschüttert und eine Welle der Anteilnahme ausgelöst. Nun deutet sich im Mordfall ein entscheidender Schritt an: Die Staatsanwaltschaft wird voraussichtlich in Kürze Anklage gegen die festgenommene Verdächtige erheben.

Zwiespältige Gefühle der Mutter

Christine Habetha, die Anwältin der Mutter des getöteten Jungen, schildert die emotionale Lage ihrer Mandantin als äußerst zwiespältig. Einerseits verspüre die Frau eine große Erleichterung, dass der Prozess in Gang kommt, andererseits quälen sie massive Befürchtungen. „Sie wird erstmals wieder auf die Frau treffen, die ihren Sohn getötet haben soll“, erklärt Habetha gegenüber dem Nordkurier. Diese bevorstehende Konfrontation im Gerichtssaal belastet die Mutter zutiefst.

Zeitplan und nächste Schritte

Angesichts der gesetzlichen Frist von sechs Monaten zwischen Verhaftung und Prozessbeginn rechnet die Juristin mit einer Eröffnung des Hauptverfahrens Ende April oder Anfang Mai. Die Tatverdächtige wurde Anfang November festgenommen, das Landgericht Rostock wird den Prozess führen. Der achtjährige Fabian war am 10. Oktober 2025 aus der gemeinsamen Wohnung mit seiner Mutter in Güstrow verschwunden. Nach einer viertägigen, intensiven Suche unter Beteiligung von Familie und Polizei wurde seine Leiche an einem Tümpel im etwa 15 Kilometer entfernten Klein Upahl entdeckt.

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Grausame Details und Ermittlungen

Der Fundort und der Zustand der Leiche werfen viele Fragen auf. Der Körper des Jungen wurde angezündet, vermutlich um Spuren zu verwischen. Die Ermittler haben bislang weder die genaue Todesursache bekannt gegeben noch eine Tatwaffe gefunden. Nach Informationen des Nordkuriers soll es sich bei der Waffe um ein Messer handeln. Während einer großangelegten Durchsuchungsaktion in Reimershagen, nur wenige Kilometer vom Fundort entfernt, nahmen die Behörden eine Frau fest.

Identität der Verdächtigen

Offiziell ist die Identität der Festgenommenen nicht bestätigt. Nach Recherchen des Nordkuriers handelt es sich um Gina H., die Ex-Freundin von Fabians Vater. Diese Verbindung wirft ein schwieriges Licht auf die familiären Verhältnisse und unterstreicht die Komplexität des Falls. Die Mutter des Jungen hatte in der verzweifelten Suchphase einem öffentlichen Appell mit Fabians Foto zugestimmt, um jede mögliche Hilfe zu erhalten.

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