Nach 42 Jahren: Mordprozess gegen Italiener nach DNA-Spur beginnt in Düsseldorf
Mordprozess nach 42 Jahren: DNA-Spur führt nach Italien

Nach 42 Jahren: Mordprozess gegen Italiener nach DNA-Spur beginnt in Düsseldorf

Nach mehr als vier Jahrzehnten steht ein 62-jähriger Mann aus Italien wegen Mordes an einem Psychologie-Professor vor dem Düsseldorfer Landgericht. Die Ermittler sind überzeugt, den fast 42 Jahre alten Fall nun aufgeklärt zu haben, nachdem eine DNA-Spur die entscheidende Wendung brachte.

Der Beginn des Prozesses und die Anklage

Am 24. Februar 2026 beginnt der Mordprozess gegen den 62-Jährigen, der aus Italien an die deutschen Behörden ausgeliefert wurde. Das Gericht hat zehn Verhandlungstage für diesen außergewöhnlichen Fall angesetzt. Die Anklage wirft dem Mann heimtückischen Mord vor, basierend auf den rekonstruierten Umständen der Tat.

Die Tat von 1984: Ein brutaler Angriff

Im Juni 1984 wurde die Leiche des Professors in dessen Wohnhaus in Hilden bei Düsseldorf entdeckt. Sie wies 24 Messerstiche auf, und die Ermittler rekonstruierten einen heimtückischen Angriff von hinten. Das Haus war zudem durchsucht worden, was auf weitere Motive hindeutet.

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Die Spurenlage und die Ermittlungen

Da weder ein Fenster eingeschlagen noch eine Tür aufgebrochen war, ging die Kriminalpolizei davon aus, dass der Hochschullehrer seinen Mörder selbst hereingelassen und vermutlich gekannt hat. In der Wohnung fanden die Ermittler Reste einer gemeinsamen Mahlzeit und leere Flaschen, was darauf hindeutet, dass der Psychologe den Täter sogar bewirtet hatte.

Die Entdeckung der Leiche und der Hintergrund

Ein Kollege des Professors fand die in Decken gehüllte Leiche, nachdem er aus Sorge um das tagelange Verschwinden des Wissenschaftlers zu dessen Haus gefahren war. Gemeinsam mit einer Nachbarin betrat er das Haus über die offene Terrassentür. Die drei Kinder des verwitweten, alleinerziehenden Vaters waren damals in den Osterferien bei Verwandten, was die Tat möglicherweise begünstigte.

Die Aufklärung nach Jahrzehnten

Der nun angeklagte Italiener war zum Tatzeitpunkt im April 1984 erst 21 Jahre alt. Ein DNA-Treffer führte die Ermittler schließlich auf seine Spur und löste den Cold Case nach über 40 Jahren auf. Dieser Fall unterstreicht die Bedeutung moderner forensischer Methoden bei der Aufklärung alter Verbrechen.

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