Mutter nach Tod ihres siebenjährigen Sohnes angeklagt
Mutter nach Tod von Siebenjährigem angeklagt

Anklage gegen Mutter nach Tod ihres Sohnes

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen eine 38-jährige Mutter erhoben, deren siebenjähriger Sohn an den Folgen einer Unterversorgung mit Insulin gestorben sein soll. Der Frau wird Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen. Wie ein Behördensprecher mitteilte, soll sie zwischen dem 7. und 11. Juli 2023 in Berlin-Tempelhof wiederholt Alarmmeldungen der Insulinpumpe ihres Sohnes ignoriert haben.

Vorwurf: Ignorieren von Alarmmeldungen

Den Ermittlungen zufolge soll die Mutter bei fast der Hälfte von insgesamt 103 Alarmmeldungen nicht reagiert haben. Diese Signale können auf Probleme wie eine Verstopfung des Schlauchs oder eine schwache Batterie hinweisen. Normalerweise versorgt die Pumpe den Körper kontinuierlich mit kleinen Mengen Insulin. Fällt sie aus, sinkt der Insulinspiegel, was lebensbedrohliche Folgen haben kann.

Trotz Notarzteinsatz verstorben

Am frühen Morgen des 11. Juli 2023 versuchte die Mutter, ihren Sohn zu wecken. Als dies nicht gelang, alarmierte sie den Notarzt. Der Junge wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und zunächst behandelt, verstarb jedoch knapp einen Monat später. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die mangelnde Insulinversorgung zu einer Stoffwechselentgleisung führte, die einen Sauerstoffmangel im Gehirn verursachte und letztlich zum Tod des Kindes führte.

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