Nach El Menchos Tod: Wird sein Stiefsohn El Pelon das Drogen-Imperium übernehmen?
Nach El Menchos Tod: Wird El Pelon das Drogen-Imperium übernehmen?

Nach dem Tod von El Mencho: Wer übernimmt das Drogen-Imperium?

Der mächtigste Drogenboss von Mexiko, Nemesio Rubén Oseguera Cervantes (†59), besser bekannt als El Mencho, ist tot. Er starb bei dem Versuch seiner Festnahme am Wochenende. Sein Kartell CJNG, ein Milliarden-Imperium, das Tonnen von Drogen in die USA schmuggelte, ist nun kopflos. Doch ein möglicher Nachfolger steht bereits in den Startlöchern: Juan Carlos Valencia González (41), genannt El Pelon – der Glatzkopf.

El Pelon: Der Stiefsohn mit doppelter Staatsbürgerschaft

Juan Carlos Valencia González ist der Stiefsohn von El Mencho. Seine Mutter, die mit dem getöteten Drogenboss verheiratet war, fungiert als Finanzverwalterin und hat ebenfalls eine hohe Position im Kartell inne. El Pelon wurde in Kalifornien geboren und besitzt daher sowohl die mexikanische als auch die US-Staatsbürgerschaft. Er wurde praktisch in das kriminelle Milieu hineingeboren: Sein Vater war El Maradonna, Mitbegründer des inzwischen aufgelösten Milenio-Kartells und ehemaliger Boss von El Mencho.

Anführer der Grupo Élite und 5-Millionen-Dollar-Kopfgeld

El Pelon soll Anführer der Grupo Élite sein, der Armee von El Mencho. Die USA haben bereits 2020 eine Anklage gegen ihn vorbereitet, die den Schmuggel großer Drogenmengen und verschiedene Gewaltverbrechen umfasst. Ende 2021 setzte das US-Außenministerium ein Kopfgeld von 5 Millionen Dollar auf ihn aus. Zum Vergleich: Auf seinen Stiefvater El Mencho waren 15 Millionen Dollar ausgesetzt.

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Das US-Außenministerium erklärte: „Eine Untersuchung der DEA gegen Valencia Gonzalez ergab, dass er für die Herstellung, den Transport und den Vertrieb von Tonnen von Betäubungsmitteln sowie für die Organisation zahlreicher Gewaltverbrechen verantwortlich war.“

Unsicherheit über die Nachfolge und blutige Racheakte

In sozialen Medien wird El Pelon bereits als Nachfolger gehandelt, doch diese Meldungen konnten bislang nicht bestätigt werden. Er galt schon seit Längerem als die Nummer zwei und rechter Arm von El Mencho. Sicherheitsexperten zweifeln jedoch, ob El Pelon derzeit über genügend Autorität verfügt, um sich gegenüber anderen Bosse des organisierten Verbrechens an der Spitze des Kartells durchzusetzen.

Sollte das CJNG-Kartell allerdings in den Händen der Familie von El Mencho bleiben, wäre Juan Carlos der wahrscheinlichste Boss. Zwei weitere Top-Kandidaten – El Menchos ältester Sohn Ruben und der ältere Bruder des toten Drogenbosses, Antonio – sitzen bereits in US-Haft.

Nach dem Tod von El Mencho brach in Mexiko Chaos aus. Bei Racheaktionen des Kartells wurden mehr als 70 Menschen getötet, Touristen rannten um ihr Leben. Experten befürchten, dass die brutalen Unruhen wieder aufflammen könnten, sobald die Nachfolge von El Mencho geregelt ist.

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