Die USA lockern für die Fans der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ihre umstrittenen Einreiseregeln. Wie das Außenministerium mitteilt, müssen Besucher mit gültigem WM-Ticket keine Kaution hinterlegen. Damit weicht die US-Regierung von einer erst kürzlich verschärften Praxis ab, nach der Reisende aus rund 50 Staaten Sicherheitsleistungen von bis zu 15.000 Dollar zahlen müssen.
Ausnahme für Fans mehrerer afrikanischer Länder
Von der Ausnahme profitieren insbesondere Anhänger mehrerer afrikanischer WM-Teilnehmer, darunter Tunesien, Senegal, Algerien, die Elfenbeinküste und Kap Verde. Für Bürger dieser Länder gelten die verschärften Einreisebestimmungen eigentlich weiterhin. Die US-Regierung begründet die Kautionen damit, dass Reisende ihre Visa nicht überziehen und keine zusätzlichen Kosten verursachen sollen. Das Geld wird zurückerstattet, wenn die Einreisebedingungen eingehalten werden.
Kehrtwende der Trump-Regierung
Die Entscheidung markiert eine Kehrtwende der Regierung von US-Präsident Donald Trump. Noch Ende März hatte das Außenministerium erklärt, Ausnahmen seien lediglich für Spieler, Trainerstab und enge Angehörige vorgesehen. Seit Trumps Amtsantritt wurden die Einreisebestimmungen deutlich verschärft; Bürger einiger Staaten dürfen inzwischen gar nicht mehr in die USA einreisen.
Kalifornien fordert Aufklärung beim Ticketverkauf
Unterdessen gerät auch der Ticketverkauf für die Fußball-WM in den Fokus der Behörden. Der Bundesstaat Kalifornien fordert vom Weltverband Fifa Aufklärung über mögliche Verstöße bei der Vergabe der Eintrittskarten. Generalstaatsanwalt Rob Bonta teilt mit, es gebe Hinweise darauf, dass Fans Tickets der teuersten Kategorie gekauft hätten, später aber Plätze erhielten, die ursprünglich günstigeren Kategorien zugeordnet waren. Zuvor hatte darüber ein Medienbericht berichtet.



