Sohn der norwegischen Kronprinzessin bleibt in Untersuchungshaft
Der Prozess gegen Marius Borg Høiby, den ältesten Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, dauert an. Seit Februar 2026 läuft das Gerichtsverfahren in Oslo, in dem Høiby unter anderem wegen mehrfacher Vergewaltigung angeklagt ist. Nun hat das zuständige Gericht seinen Antrag auf Freilassung aus der Untersuchungshaft abgelehnt, wie die Nachrichtenagentur dpa und die »Bild«-Zeitung übereinstimmend berichten.
Hohe Wiederholungsgefahr als Grund für die Ablehnung
Das Gericht begründete die Entscheidung mit einer hohen Wiederholungsgefahr. Mitten in dem Vergewaltigungsprozess hatte Høiby zuvor die Freilassung beantragt, wobei seine Anwältin argumentierte, es bestünde keine solche Gefahr. Der 29-Jährige war kurz vor dem Start der Verhandlung Anfang Februar erneut festgenommen worden, weil er gegen ein Kontaktverbot in Bezug auf eine Ex-Freundin verstoßen und sich rücksichtslos verhalten haben soll. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.
Die Ex-Freundin ist eines der mutmaßlichen Opfer in dem Verfahren. Ein Vorfall in ihrer Wohnung hatte die Ermittlungen gegen Mette-Marits Sohn im August 2024 ausgelöst. In der Beziehung zu der Frau soll Høiby mehrfach gewalttätig geworden sein. Trotzdem hatten sich die beiden bis kurz vor Prozessbeginn regelmäßig gesehen, was die Situation zusätzlich verkompliziert.
Prozessverlauf und Selbstwahrnehmung des Angeklagten
Der Prozess läuft noch bis zum 19. März 2026, wann das Urteil verkündet wird, ist bisher unklar. Interessant ist, dass Marius Borg Høiby vor Gericht das Wort ergriff und sich selbst als Opfer darstellte. Diese Aussage könnte die Dynamik des Verfahrens beeinflussen, während die Anklage auf schwerwiegende Vorwürfe pocht.
Die Entscheidung des Gerichts, Høiby in U-Haft zu behalten, unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Anschuldigungen und die Sorge um mögliche weitere Vorfälle. Die Öffentlichkeit verfolgt den Fall aufmerksam, da er prominente Kreise in Norwegen betrifft und Fragen zu Gewalt und Justiz aufwirft.



