Ordnungsamts-Mitarbeiter nach Zigarettenkippe gebissen: 14 Monate Haft für Täter
Ordnungsamts-Mitarbeiter gebissen: 14 Monate Haft

Ordnungsamts-Mitarbeiter nach Zigarettenkippe brutal attackiert: 14 Monate Haft für Täter

Ein erschütternder Fall von Gewalt gegen Amtsträger hat sich in Berlin-Pankow ereignet. Ein Ordnungsamts-Mitarbeiter wurde während eines Einsatzes zur Bekämpfung von Kleinstvermüllung geschlagen und gebissen. Der Täter, Banna K. (31) aus dem Senegal, muss dafür nun 14 Monate in Haft verbringen – ohne Bewährung.

Der Vorfall an der Bushaltestelle

Am 26. August des vergangenen Jahres waren die Ordnungsamts-Mitarbeiter Florian E. (34) und Mike U. (40) in Zivil an der Bushaltestelle Hadlichstraße/Berliner Straße im Einsatz. Sie beobachteten, wie ein Passant eine Zigarettenkippe auf dem Gehweg entsorgte. Sofort zückten sie ihre Dienstausweise und forderten die Personalien des Mannes für ein fälliges Verwarngeld von 55 Euro.

Doch der Angesprochene weigerte sich kooperativ zu sein. Stattdessen versuchte er, sich in einen ankommenden Bus zu flüchten. Als die Beamten ihm den Weg versperrten, eskalierte die Situation rasch. Banna K. soll Faustschläge verteilt und Florian E. dabei in den Unterkiefer gebissen haben.

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Die Folgen der Attacke

Der Biss hinterließ eine klaffende Wunde, die bis ins Unterfettgewebe reichte. Noch gravierender: Der Täter ist an Hepatitis B erkrankt, was das Infektionsrisiko für das Opfer massiv erhöhte. Florian E. musste aufgrund dieser Verletzung elf Wochen krankgeschrieben werden und eine medikamentöse Behandlung aufnehmen.

Sein Kollege Mike U. wurde ebenfalls getroffen – ein Schlag an der Schulter ließ ihn gegen den Bus fallen. Beide Beamte berichteten vor Gericht von sofortiger Aggression und Beleidigungen durch den Passanten, trotz mehrsprachiger Ansprache auf Deutsch und Englisch.

Das Urteil des Amtsgerichts Tiergarten

Im Prozess versuchte Banna K., ein gelernte Mechaniker, sich mit einer Entschuldigung zu rechtfertigen. Er gab an, nur wenig Deutsch zu sprechen und nicht verstanden zu haben, was die Ordnungsamts-Mitarbeiter von ihm wollten. In der Hitze des Gefechts habe er „wohl etwas überreagiert“, betonte aber, niemanden verletzen zu wollen.

Die Richterin ließ diese Argumentation nicht gelten. Sie stellte klar: „Sie hatten schon verstanden, was die Ordnungsamts-Mitarbeiter von Ihnen wollten. Sie wollten nicht zahlen.“ Aufgrund seiner einschlägigen Vorstrafen verhängte das Gericht eine Haftstrafe von 14 Monaten ohne Bewährung. Die Anklagepunkte umfassten Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichen Angriff auf Amtsträger und Körperverletzung.

Ein alarmierender Trend

Dieser Vorfall reiht sich ein in eine besorgniserregende Entwicklung: Immer häufiger werden Rettungskräfte, Feuerwehrleute, medizinisches Personal und nun auch Ordnungsamts-Mitarbeiter Opfer von Gewalt. Erst kürzlich erschütterte der Tod eines Zugbegleiters in Rheinland-Pfalz die Öffentlichkeit.

Der Fall in Berlin-Pankow unterstreicht die Gefahren, denen Amtsträger im täglichen Dienst ausgesetzt sind. Die Justiz sendet mit dem harten Urteil ein deutliches Signal gegen solche Übergriffe.

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