Pfaffenhofen: Vergewaltiger nach brutaler Tat am Bahnhof gefasst
In Pfaffenhofen an der Ilm hat die Polizei einen 30-jährigen nigerianischen Staatsbürger festgenommen, der der Vergewaltigung einer 42-jährigen Frau am Bahnhof der bayerischen Kreisstadt verdächtigt wird. Die Festnahme erfolgte nur einen Tag nach der brutalen Tat, die sich in der Nacht von Montag auf Dienstag ereignete.
Opfer überlebte durch Totstellen
Nach Polizeiangaben soll der Täter die Frau zunächst während einer Zugfahrt aus Ingolstadt gegen ihren Willen angefasst haben. Nach dem gemeinsamen Ausstieg in Pfaffenhofen folgte er ihr in unmittelbarer Bahnhofsnähe, wo er sie unter freiem Himmel vergewaltigte und dabei auch körperlich angriff. Die Frau konnte den Angriff nur beenden, indem sie sich totstellte – eine verzweifelte Überlebensstrategie, die schließlich funktionierte. Nachdem der Täter geflohen war, gelang es dem Opfer, einen Autofahrer um Hilfe zu bitten.
Schnelle Festnahme durch Videoüberwachung
Eine Polizeisprecherin erklärte: „Wir haben Videomaterial ausgewertet und konnten so den Tatverdächtigen schnell ausfindig machen.“ Die Ermittler nahmen den 30-Jährigen am Mittwochnachmittag in einer Asylbewerberunterkunft in Manching fest, etwa 40 Kilometer vom Tatort entfernt. Bereits am Donnerstag wurde der Mann auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ingolstadt einem Richter am Amtsgericht vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Der Verdächtige wurde anschließend in eine bayerische Justizvollzugsanstalt überstellt.
Tatverdächtiger ist polizeibekannt
Wie aus Ermittlerkreisen bekannt wurde, ist der 30-Jährige der Polizei bereits durch frühere Straftaten bekannt. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen des Verdachts der Vergewaltigung, Körperverletzung und des Diebstahls von Gegenständen aus einer Handtasche eröffnet. Welche konkreten Vorstrafen der Mann hat, konnten sowohl Staatsanwaltschaft als auch Polizei am Donnerstagnachmittag noch nicht mitteilen.
Die schnelle Aufklärung der Tat zeigt die Bedeutung moderner Ermittlungsmethoden wie Videoauswertung, die in diesem Fall entscheidend zur Identifizierung und Festnahme des mutmaßlichen Täters beigetragen haben. Die bayerische Polizei betont, dass solche Gewalttaten mit aller Konsequenz verfolgt werden.



