Pfefferspray-Attacke beendet Karnevalsfeier in Spay im Landkreis Mayen-Koblenz
Ein tragischer Vorfall überschattete eine Karnevalsveranstaltung in der Gemeinde Spay im Landkreis Mayen-Koblenz. Unbekannte Täter versprühten am späten Sonntagabend Pfefferspray in der festlich geschmückten Halle, was zu einer massiven gesundheitlichen Beeinträchtigung bei den anwesenden Gästen führte.
Großaufgebot der Rettungskräfte im Einsatz
Die Polizei Koblenz bestätigte, dass insgesamt 59 Personen von Rettungskräften vor Ort behandelt werden mussten. Neun der Betroffenen wurden mit schwereren Symptomen in umliegende Krankenhäuser transportiert, wo sie weitere medizinische Versorgung erhielten. Über den genauen Gesundheitszustand dieser Personen machten die Behörden zunächst keine detaillierten Angaben, um die Privatsphäre der Opfer zu wahren.
Zeugenberichten zufolge soll es im Vorfeld der Attacke zu einem Streit unter Besuchern der Karnevalsparty gekommen sein. Dieser Konflikt eskalierte offenbar, als eine oder mehrere Personen das Reizgas freisetzten. Die Halle wurde umgehend geräumt, um eine weitere Gefährdung der Gäste auszuschließen, und die Feierlichkeiten mussten abrupt beendet werden.
Polizei leitet Ermittlungen ein
Die Polizei Koblenz hat ein Strafverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den öffentlichen Personenverkehr sowie wegen Körperverletzung eingeleitet. Die Ermittlungen konzentrieren sich aktuell auf die Identifizierung der unbekannten Täter und die Klärung ihres genauen Motivs. Es wird geprüft, ob der vorausgegangene Streit in direktem Zusammenhang mit der Pfefferspray-Attacke steht oder ob weitere Hintergründe eine Rolle spielen.
Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, mögliche Hinweise zu dem Vorfall zu melden, um die Aufklärung zu beschleunigen. Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit bei öffentlichen Veranstaltungen auf, insbesondere in der lebhaften Karnevalszeit, die traditionell von ausgelassener Stimmung geprägt ist.



