Plünderungen durch israelische Soldaten im Libanon: Armee hat Probleme
Plünderungen im Libanon: Israels Armee in Schwierigkeiten

Trotz einer deutlichen Warnung des israelischen Generalstabschefs Ejal Zamir hat die Armee offenbar weiterhin Schwierigkeiten, Plünderungen durch Soldaten im Südlibanon zu unterbinden. Dies berichten israelische Medien übereinstimmend.

Reservist berichtet von mehreren Fällen

Die Zeitung „Jediot Achronot“ zitierte einen namentlich nicht genannten Reservisten, der angab, mehrere Plünderungen miterlebt zu haben. „Wir trafen an der Grenze viele Reserveeinheiten, sie nahmen einfach alles mit – Waffen, Souvenirs, Schmuck, Decken, Bilder“, sagte der Soldat. In einem anderen Fall habe ein Kommandeur jedoch verhindert, dass Soldaten Beute nach Israel brachten.

Auch die Zeitung „Haaretz“ berichtete von Plünderungen privater Häuser und Geschäfte im Libanon, deren Bewohner vor den Kämpfen geflohen waren. Bereits während des Gaza-Krieges hatte es ähnliche Vorfälle gegeben.

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Generalstabschef nannte Plünderungen „verwerflich“

Ejal Zamir hatte vor knapp einer Woche in einer Ansprache vor ranghohen Militärs scharf vor möglichen Plünderungen gewarnt. „Das Phänomen der Plünderungen, falls es existiert, ist verwerflich und kann die gesamte Armee in Verruf bringen“, sagte er. „Wenn es solche Vorfälle gegeben hat, werden wir sie untersuchen. Wir werden nicht zur Tagesordnung übergehen.“

Zamir wies die zuständigen Kommandeure an, binnen einer Woche einen ausführlichen Bericht vorzulegen. Bei Hinweisen auf Vergehen sollten diese an die Militärpolizei zur strafrechtlichen Verfolgung übergeben werden.

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