Polizei-Großeinsatz in Sukow-Marienhof: Bohrmaschine statt Schusswaffe entdeckt
Ein aufwendiger Polizeieinsatz mit sieben Streifenwagen und einem Hubschrauber im beschaulichen Sukow-Marienhof bei Teterow hat sich am Mittwochabend als Nachbarschaftsstreit entpuppt. Die Beamten fanden bei ihrem Einsatz keinen Schussapparat, sondern lediglich einen Bohrschrauber oder eine Bohrmaschine bei dem verdächtigten Mann.
Notruf wegen angeblicher Schüsse löst Alarm aus
Ausgelöst wurde der Großeinsatz durch einen Notruf einer Frau, die behauptete, ein Mann habe auf ihren Sohn geschossen. Die Polizei behandelte die Meldung aufgrund der vermuteten Bedrohungslage mit höchster Priorität und rückte umgehend mit einem großen Aufgebot aus. Eine Polizeisprecherin bestätigte am Donnerstag die Details des Einsatzes.
Im Zuge der Ermittlungen trafen die Einsatzkräfte auf einen Tatverdächtigen, der jedoch keine Waffe, sondern einen Bohrer in der Hand hielt. Nach Polizeiangaben bestehen zwischen der Anruferin und dem Mann seit längerem Mietstreitigkeiten, die möglicherweise zu dem falschen Notruf führten.
Knallgeräusche durch explodierende Deodorant-Dosen
Die lauten Knallgeräusche, die den Notruf auslösten, konnten ebenfalls aufgeklärt werden. Eine Zeugin wies die Beamten auf ein Lagerfeuer im Ort hin, in dem Deodorant-Dosen verbrannt worden waren. Nach Einschätzung der Polizei explodierten diese Behälter durch die Hitze und verursachten die vermeintlichen Schussgeräusche.
Die Ermittlungen konzentrieren sich nun darauf, ob der Notruf absichtlich falsch abgesetzt wurde oder ob tatsächlich eine Gefährdungssituation vorlag. Die Polizei prüft zudem, ob der Vorfall strafrechtliche Relevanz besitzt, insbesondere im Hinblick auf die mögliche Falschmeldung und die Gefährdung durch das Lagerfeuer.
Der Einsatz verdeutlicht, wie schnell Nachbarschaftskonflikte zu aufwendigen Polizeioperationen führen können, während gleichzeitig die Ursache für alarmierende Geräusche oft in alltäglichen Situationen wie einem Lagerfeuer zu finden ist.



