Polizei löst erneute Blockade bei Rheinmetall in Berlin: Aktivisten festgeklebt
Erneut hat eine Protestaktion am Werksgelände des Rüstungskonzerns Rheinmetall in Berlin-Gesundbrunnen zu einem Polizeieinsatz geführt. Sieben Aktivisten haben sich am Morgen vor der Einfahrt des Unternehmens festgeklebt und so den Zugang versperrt, was zu erheblichen Behinderungen führte.
Details der Protestaktion
Laut Berichten der Berliner Morgenpost skandierten die Demonstranten Parolen wie „Deutsche Waffen, deutsches Geld morden mit in aller Welt“ und „Rheinmetall raus aus Berlin“. Die Einsatzkräfte lösten alle sieben Aktivisten von der Fahrbahn, wie eine Polizeisprecherin auf der Onlineplattform X mitteilte.
Dabei zogen sich einige der Aktivisten leichte Verletzungen an den Händen zu und wurden vor Ort von Rettungskräften behandelt. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen Hausfriedensbruchs, Nötigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
Wiederholte Proteste bei Rheinmetall
Bereits vor gut zwei Wochen gab es eine ähnliche Protestaktion auf dem Fabrikgelände von Rheinmetall. Am 25. März waren Demonstranten in den frühen Morgenstunden auf das Dach des Gebäudes gestiegen und hatten Transparente mit Bezug zum Nahost-Konflikt dabei. Zudem gossen sie Farbe auf die Hausfassade.
Die Polizei holte die Aktivisten damals vom Dach, wobei Spezialkräfte zur Höhenrettung im Einsatz waren. Diese wiederkehrenden Vorfälle unterstreichen die anhaltenden Spannungen und den Protest gegen die Rüstungsindustrie in der Region.
Die Situation bei Rheinmetall bleibt somit angespannt, mit regelmäßigen Polizeieinsätzen, die die Sicherheit und den Betrieb des Unternehmens gewährleisten sollen. Die Aktivisten zeigen keine Anzeichen, ihre Proteste einzustellen, was auf weitere Konfrontationen hindeuten könnte.



