Polizei enthüllt neue Details zur Abzocke im Spatenhaus an der Oper
Polizei mit neuen Details zur Abzocke im Spatenhaus

Die Kriminalpolizei München hat neue Erkenntnisse im Fall des betrügerischen Mitarbeiterrings im Spatenhaus an der Oper veröffentlicht. Die Brüder Sebastian und Stephan Kuffler, die das renommierte Restaurant betreiben, hatten bereits im März 2025 Anzeige erstattet, nachdem ihnen ein systematischer Betrug aufgefallen war. Nun bestätigen die Ermittler: Eine organisierte Bande aus Teilen der Belegschaft soll über Jahre hinweg Geld abgezweigt haben.

Hintergrund des Betrugs

Das Spatenhaus an der Oper hatte sich nach der Corona-Pandemie finanziell nicht erholt, obwohl die Geschäftsleitung alle möglichen Maßnahmen ergriff. Dies legte den Verdacht nahe, dass nicht etwa mangelnde Kundschaft, sondern betrügerische Machenschaften der Grund waren. Die Kuffler-Brüder schilderten in einer Mitteilung, dass einzelne Mitarbeiter „betrügerisches Verhalten“ an den Tag legten. Die Polizei wurde eingeschaltet und begann mit umfangreichen Ermittlungen.

Durchsuchungen und Festnahmen

Am Donnerstagmorgen führte die Polizei eine großangelegte Razzia durch. Rund 150 Beamte durchsuchten über 50 Objekte in München, im Landkreis München und in Oberbayern Nord. Darunter befanden sich auch die Spinde im Spatenhaus an der Oper. Die Aktion richtete sich gegen Dutzende Verdächtige, die im Verdacht stehen, als Bande agiert zu haben.

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Die Betrugsmasche

Laut Polizei sollen die Beschuldigten bestellte Speisen nicht in der Kasse erfasst haben, wenn Gäste bar bezahlten. Auf diese Weise konnten sie die eingenommenen Gelder unterschlagen. Die Ermittler sprechen von einem „klassischen Fall von Innentätern“, bei dem ausschließlich der Arbeitgeber geschädigt wurde – die Gäste blieben unbeeinträchtigt.

Reaktion der Kuffler-Brüder

Stephan Kuffler zeigte sich tief getroffen: „Mein Bruder und ich sind zutiefst erschüttert. Menschen, denen wir selbst in privaten Belangen zur Seite standen, haben uns über viele Jahre hinweg auf das Perfideste belogen und bestohlen.“ Er sprach von einer „gewaltigen Enttäuschung“ und „zerrüttetem Vertrauen“. Die Höhe des entstandenen Schadens ist noch unklar und möglicherweise nicht abschließend zu beziffern.

Weitere Ermittlungen

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungsergebnisse geprüft und die Durchsuchungen angeordnet. Die Polizei betont, dass man mit einem derartigen Ausmaß an Dreistigkeit und bandenmäßigen Strukturen nicht gerechnet habe. Die Ermittlungen dauern an.

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