Polizei Schwerin: So machen Hauseigentümer ihr Heim zum sicheren Fort Knox
Polizei-Tipps: Heim zum Fort Knox gegen Einbrecher machen

Polizei Schwerin gibt konkrete Tipps für besseren Einbruchsschutz

„Absolute Sicherheit gibt es nicht“, stellt Polizeihauptkommissar Steffen Salow von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Schwerin klar. Doch mit gezielten Maßnahmen könnten Hauseigentümer ihren Besitz deutlich besser vor Einbrechern schützen und ihn in ein kleines Fort Knox verwandeln.

Einbrüche am Tag nehmen deutlich zu

Einbrecher arbeiten heutzutage effizient und wollen möglichst niemandem begegnen. Deshalb verzeichnet die Landeshauptstadt Schwerin einen deutlichen Anstieg bei Wohnungseinbrüchen am Tag, wenn Bewohner bei der Arbeit oder beim Einkaufen sind. Die Täter nutzen diese Abwesenheiten gezielt aus.

Mechanischer Schutz als Fundament der Sicherheit

Steffen Salow, der als Präventionsbeamter regelmäßig mit seinem Info-Mobil Hauseigentümer berät, betont: „Der mechanische Schutz ist das A und O.“ Er zeigt an Schautafeln verschiedene Schlösser und Riegel, die entscheidend zur Absicherung beitragen. „Ein ungesichertes Fenster kann von geübten Tätern in weniger als zehn Sekunden aufgehebelt oder aufgebohrt werden“, warnt Salow. Besonders gefährdet seien Fenster und Türen, die von der Straße schwer einzusehen sind.

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Konkrete Maßnahmen für Fenster und Türen

Für Fenster empfiehlt der Experte:

  • Pilzkopf-Verriegelungen für stabilen Halt
  • Abschließbare Griffe, die unbefugtes Öffnen verhindern
  • Sicherheitsfolien zwischen den Glasscheiben gegen Einschlagen
Ältere Fenster lassen sich oft nachrüsten oder durch zusätzliche Schlösser und Riegel aufwerten. Terrassentüren sind ebenfalls beliebte Einfallstore für Einbrecher, während reguläre Eingangstüren seltener genutzt werden. Dennoch sollte jede Haustür stabil konstruiert sein und über einen Schließzylinder verfügen, der sich weder aufbohren noch herausziehen lässt.

Elektronische Hilfsmittel und Verhaltensregeln

Elektronische Alarmanlagen und Videokameras bieten zusätzlichen Schutz, indem sie Bewohner warnen und Täter abschrecken. Bei längerer Abwesenheit rät Salow:

  1. Programmierbare Lampen und Rollläden simulieren Anwesenheit durch „Traffic“ im Haus
  2. Briefkasten regelmäßig durch Nachbarn leeren lassen, um keine Abwesenheitssignale zu senden
Diese Maßnahmen sollen verhindern, dass Einbrecher beim Auskundschaften überhaupt auf die Idee kommen, das Objekt als Ziel auszuwählen.

Wertsachen sicher verwahren und psychologische Folgen

„Ein sicheres Versteck für Wertsachen gibt es nicht“, betont Salow. Einbrecher kennen alle typischen Verstecke wie Wäscheschrank, Matratze oder Tiefkühltruhe. Einen gewissen Schutz bietet nur ein fest im Mauerwerk verankerter Tresor. Die Beute der Täter umfasst heute nicht nur Schmuck und Bargeld, sondern auch hochwertige Kosmetik in Originalverpackung, während Unterhaltungselektronik weniger gefragt ist.

Die Opfer von Einbrüchen erleiden oft traumatische Erfahrungen, da fremde Menschen in ihre intimste Privatsphäre eindringen. Salow berichtet, dass er bei seinen Beratungen häufig auch psychologische Unterstützung leisten muss, da die Betroffenen noch lange unter den Folgen leiden.

Beratungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern

Für Bürger, die konkrete Unterstützung suchen, stehen in Mecklenburg-Vorpommern mehrere Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen zur Verfügung:

  • Polizeiinspektion Anklam, Friedländer Straße 13, 17389 Anklam
  • Polizeiinspektion Ludwigslust, Grabower Allee 2 c, 19288 Ludwigslust
  • Polizeiinspektion Neubrandenburg, Beguinenstraße 2, 17033 Neubrandenburg
  • Polizeiinspektion Schwerin, Graf-Yorck-Straße 8, 19061 Schwerin
  • Polizeiinspektion Stralsund, Frankendamm 21, 18439 Stralsund
  • Polizeiinspektion Rostock, Ulmenstraße 54, 18057 Rostock
Diese Stellen bieten telefonische und persönliche Beratung zum Thema Einbruchsschutz und Prävention.

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