Polizei verstärkt Präsenz vor Prenzlauer Grundschule nach Vorfall mit Kind
Nach einem Vorfall, bei dem ein Mädchen auf dem Schulweg angesprochen wurde, hat die Polizei ihre Präsenz im Umfeld der Pestalozzi-Grundschule in Prenzlau deutlich erhöht. Die Schulleitung hat in einem Elternbrief Stellung bezogen und ruft Eltern sowie Erziehungsberechtigte zu erhöhter Wachsamkeit auf. Gleichzeitig bittet sie darum, von Spekulationen Abstand zu nehmen, um die Kinder nicht unnötig zu verunsichern.
Vorfall auf dem Schulweg
Laut dem Elternbrief der Schulleitung mit Datum von Dienstag wurde eine Schülerin auf dem Schulweg angesprochen. „Wir haben diesen Hinweis sehr ernst genommen und umgehend die Polizei informiert“, schrieb Schulleiterin Stefanie Jahn. In einem gemeinsamen Gespräch mit der Schülerin, einem Zeugen und der Polizei stellte sich heraus, dass das Mädchen aus einem Auto heraus angesprochen worden war. Die Schulleitung betont jedoch, dass weitere kursierende Darstellungen des Vorfalls nicht der Wahrheit entsprechen.
Polizei klärt Sachverhalt auf
Ein Sprecher der Polizei erklärte auf Anfrage, dass Polizisten eine Gruppe von vier Männern in der Winterfeldtstraße angetroffen hatten, wo sich auch die Schule befindet. Bei der Befragung ergab sich, dass sich die Männer dort regelmäßig treffen, um gemeinsam mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Meist würden sie noch stehen und miteinander reden, während Schüler auf dem Weg zur Schule an ihnen vorbeilaufen. „Wir haben uns die Männer zu Gemüte geführt und können sagen: Es trifft nicht zu, dass die Männer gezielt Kinder angesprochen haben“, so der Polizeisprecher. Die vier deutschen Männer waren im Alter von 30 bis 50 Jahren.
Die Polizei widerspricht auch einer Chatnachricht, in der ein Entführungsversuch beschrieben wurde. Diese Handlungen hätten nie stattgefunden, betont die Behörde.
Verstärkte Polizeipräsenz und Präventionsmaßnahmen
„Die Polizei hat uns zugesichert, in den kommenden Tagen ein besonderes Augenmerk auf die Situation zu legen“, schrieb die Schulleitung weiter. Bereits am Dienstag gab es verstärkte Polizeipräsenz im Umfeld des Schulgeländes, wobei keine auffälligen Beobachtungen gemacht wurden. Unabhängig davon finden an der Schule regelmäßig Präventionsprojekte mit der Polizei statt. Dabei wird insbesondere das richtige Verhalten gegenüber fremden Personen thematisiert und geübt.
Die Schule rief Eltern und Erziehungsberechtigte dazu auf, mit ihren Kindern über Verhaltensregeln auf dem Schulweg zu sprechen. Dies sei ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit der Kinder im Alltag.
Erinnerung an früheren Vorfall
Der aktuelle Fall erinnert an einen Brief, den die Schulleitung einer Prenzlauer Grundschule vor rund einem Monat an Eltern verschickt hatte. Damals hatte ein Mann Kinder auf dem Weg zum Hortgebäude belästigt. An einem anderen Tag soll er Kindern Schokolade angeboten und sie aufgefordert haben, mitzukommen. Laut dem Elternbrief konnten sich die Grundschüler glücklicherweise zu einer Gruppe zusammenschließen, den Mann abweisen und sicher zur Schule laufen.
Die aktuelle Situation unterstreicht die Bedeutung von Aufklärung und Prävention, um die Sicherheit von Kindern auf dem Schulweg zu gewährleisten. Die Zusammenarbeit zwischen Schule, Polizei und Eltern spielt dabei eine entscheidende Rolle.



