Heftige Kritik an Real-Wahlen: Pérez reagiert kühl auf Riquelme
Heftige Kritik an Real-Wahlen: Pérez reagiert kühl

Heftige Kritik an Real-Wahlen: Pérez reagiert kühl auf Riquelme

Der Unternehmer Enrique Riquelme drängt bei Real Madrid auf ein breiteres, transparenteres Wahlverfahren – und bietet Florentino Pérez Gespräche an. Dieser reagiert äußerst kühl.

Nach den von Real-Präsident Florentino Pérez angekündigten Neuwahlen hat ein möglicher Herausforderer für Aufsehen gesorgt. Die Marca veröffentlichte am Mittwoch einen öffentlichen Brief des spanischen Unternehmers Enrique Riquelme an den Amtsinhaber. Darin übt dieser deutliche Kritik am Wahlprozess der Königlichen.

Riquelme fordert mehr Zeit und Beteiligung

Riquelme erklärte, er habe während eines Aufenthalts in Mexiko von der Aussicht auf eine „bevorstehende und rasche“ Präsidentschaftswahl erfahren. Gerade wegen der historischen Bedeutung des Moments brauche der Klub jedoch „Zeit, Gelassenheit und Besinnung“, schrieb er.

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Der Kern seiner Botschaft: Nach „fast zwanzig Jahren ohne partizipativen Wahlprozess“ müssten die aktuellen Fristen so gestaltet werden, dass echte Beteiligung möglich werde. Real Madrid halte an Abläufen fest, „die nicht der Förderung von Partizipation und dem Zuhören entsprechen, die moderne Demokratien erfordern“.

Deutliche Kritik am Wahlprozess

Dabei berief sich Riquelme auf klassische Vereinswerte wie „Vorbildlichkeit“, „institutionelle Eleganz“ und „Einheit“. Weiter bot Riquelme Pérez Gespräche „in den kommenden Tagen“ an – mit dem Ziel, einen „breiteren“ Prozess zu vereinbaren, „der die echte Beteiligung der Mitglieder und Madridistas an ihrer Zukunft ermöglicht und fördert“.

Als Baustellen nannte er „ewige Lücken“ etwa bei der Briefwahl und bei der Möglichkeit, wahlberechtigte Mitglieder kennenzulernen und zu kontaktieren.

Möglicher Pérez-Herausforderer bringt sich in Stellung

Sein Appell ist deutlich: Nur ein gemeinsamer Weg könne Stabilität garantieren – und eine „Zeit des Bruchs, der Polarisierung und der internen Spannungen“ verhindern. Zugleich stellte Riquelme klar, er erfülle die wirtschaftlichen Voraussetzungen und die nötige Vereinszugehörigkeit, um selbst kandidieren zu können. Als Beleg verwies er auf seine Position als Vorstandsvorsitzender eines weltweit führenden Unternehmens im Bereich erneuerbarer Energien, an dem er nach eigenen Angaben 75 Prozent hält.

Er sei überzeugt, dass der Weg, den er vorschlage, „das Beste für die Mitglieder, für die Institution und für die Zukunft des Vereins wäre“. Dennoch zollte er Pérez Respekt – dessen Präsidentschaft gehöre „für immer“ zur größten Geschichte des Fußballs.

Real-Präsident reagiert: „Brief ist nicht angekommen“

Im Interview mit La Sexta reagierte der Real-Boss am Mittwochabend jedoch kühl: „Wenn es Leute gibt, die kandidieren wollen, sollen sie kandidieren. Ich kenne diesen Herrn. Der Brief ist nicht bei mir angekommen. Als im Jahr 2000 Wahlen angesetzt wurden, habe ich kandidiert und gewonnen.“

Eine klare Botschaft richtete er an Kritiker: „Diejenigen, die gegen mich sind, sollen sich vor den Mitgliedern gegen mich stellen. Sie wollen Einfluss auf Real Madrid nehmen, aber mit mir werden sie keinen Einfluss nehmen.“ Bereits am Dienstag hatte Pérez Riquelme mehrfach angegriffen und ihn unter anderem als „Mann mit südamerikanischem“ oder „mexikanischem Akzent“ bezeichnet. Riquelmes Unternehmen hat einen Sitz in Mexiko.

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