Polizeihunde in Sachsen-Anhalt: Weniger Einsätze, aber längere Einsatzzeiten 2025
Polizeihunde in Sachsen-Anhalt: Weniger Einsätze, längere Zeiten

Polizeihunde in Sachsen-Anhalt: Weniger Einsätze, aber längere Einsatzzeiten im Jahr 2025

Die Diensthunde der Polizei in Sachsen-Anhalt haben im vergangenen Jahr eine interessante Entwicklung durchgemacht: Sie wurden seltener, dafür aber deutlich länger eingesetzt. Diese Veränderung zeigt sich in den aktuellen Zahlen, die das Innenministerium des Bundeslandes jetzt veröffentlicht hat.

Statistische Entwicklung: Weniger Einsätze, mehr Stunden

Im Jahr 2025 waren die Polizeihunde an etwa 1.900 Einsätzen beteiligt und kamen dabei auf insgesamt rund 7.700 Einsatzstunden. Zum Vergleich: Im Vorjahr 2024 standen 82 Polizeihunde in 2.067 Einsätzen insgesamt 6.933 Stunden im Dienst. Die aktuelle Zahl der Diensthunde liegt bei 83 Tieren, die von 77 Diensthundführerinnen und Diensthundführern betreut werden.

Vielfältige Einsatzbereiche der Spezialhunde

Die Polizeihunde in Sachsen-Anhalt erfüllen unterschiedlichste Aufgaben:

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  • Fährtenspürhunde kamen mit 1.118 Einsätzen am häufigsten zum Einsatz, etwa bei der Suche nach vermissten Personen oder der Fahndung nach Verdächtigen.
  • Schutzhunde wurden 242-mal eingesetzt.
  • Sprengstoffspürhunde kamen in 229 Fällen zum Einsatz.
  • Rauschgiftspürhunde unterstützten die Polizei in 187 Einsätzen.

Darüber hinaus gab es spezialisierte Einsätze mit atypischen Personenspürhunden (66-mal), Datenträgerspürhunden (48-mal), Brandmittelspürhunden (22-mal) und Leichenspürhunden (14-mal).

Politische Wertschätzung und Zukunftsinvestitionen

Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) bezeichnete die Polizeihunde als unverzichtbare Unterstützung für die Polizeiarbeit. „Sie ergänzen ihre menschlichen Partner in den unterschiedlichsten Einsätzen“, betonte die Ministerin. Die Polizei investiere gezielt in die Zukunft der spezialisierten Spürhundarbeit, unter anderem durch die Erprobung neuer Hunderassen und moderner Trainingsansätze.

Ausbildung in der Diensthundführerschule Pretzsch

Die Ausbildung der Polizeihunde findet an der Diensthundführerschule in Pretzsch im Landkreis Wittenberg statt. Diese Einrichtung übernimmt den Ankauf der Hunde, deren Training und die Begleitung während der gesamten Dienstzeit. Aktuell werden dort zwei besondere Hunde ausgebildet: Die Labradorhündin „Gerda“ wird für die Personensuche trainiert, während die English-Springer-Spaniel-Hündin „Monte“ künftig zur Sprengstoffsuche eingesetzt werden soll.

Die Diensthundführerschule in Pretzsch hat überregionale Bedeutung: Sie bildet nicht nur Diensthunde für Sachsen-Anhalt aus, sondern auch für andere Bundesländer und unterstützt internationale Projekte der Polizeiausbildung. Diese breite Kompetenz unterstreicht die professionelle Herangehensweise an die Ausbildung der vierbeinigen Polizeikräfte.

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