Polizistenmord in Lauchhammer: Zehn Jahre Haft für Autorennen
Polizistenmord: Zehn Jahre Haft für Autorennen

Nach dem Tod eines Dresdner Polizisten bei einer Verfolgungsjagd in Brandenburg ist der Angeklagte zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Das Landgericht in Cottbus befand ihn eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge für schuldig.

Hintergrund der Tat

Der Angeklagte hatte im Januar 2025 in Südbrandenburg den 32 Jahre alten Polizisten Maximilian Stoppa mit seinem Wagen erfasst und getötet. Der Beamte war in dem Moment dabei, in der Stadt Lauchhammer aus einem Auto auszusteigen. Vor der Tat hatten der Angeklagte und weitere Beteiligte zwei Autos gestohlen. Der 27 Jahre alte Pole war in einem Begleitfahrzeug der Bande eingeteilt.

Urteilsbegründung des Gerichts

In der Urteilsbegründung verwies der Richter auf die Drogensucht des Angeklagten. Er sei in einem wohlbehüteten Elternhaus aufgewachsen, habe aber vor Jahren begonnen, unter anderem Kokain zu nehmen. Er sei bei der Verfolgungsjagd rücksichtslos und mit überhöhtem Tempo unterwegs gewesen.

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Forderungen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Angeklagten Mord vorgeworfen und eine lebenslange Haftstrafe gefordert, weil er ihr zufolge in der Absicht gehandelt hatte, seine Beteiligung am Diebstahl mehrerer Autos zu verdecken. Der Verteidiger hatte dagegen beantragt, den Angeklagten wegen eines verbotenen Autorennens mit Todesfolge zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von nicht mehr als acht Jahren und sechs Monaten zu verurteilen.

Bundesweite Bestürzung und Gedenken

Die Tat in Lauchhammer hatte bundesweit große Bestürzung ausgelöst. Anfang des Jahres wurde ein Gedenkstein für den getöteten Polizisten Stoppa am Ort des Geschehens aufgestellt. Bei einem Gedenkgottesdienst hatten Polizisten und Polizistinnen ihres getöteten Kollegen gedacht. Bei der Verkündung des Urteils war der Sitzungssaal gut gefüllt.

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