Gefährliche Raserei auf Berliner Autobahn: 20-Jähriger verliert Führerschein und Fahrzeug
Waghalsige Überholmanöver und rücksichtsloses Rasen gehören auf Berliner Autobahnen leider zur traurigen Realität. Jetzt hat die Polizei auf der A113 einen besonders dreisten Fall dokumentiert und einen 20-jährigen Mercedes-Fahrer aus dem Verkehr gezogen. Der junge Mann war mit seinem grauen Mercedes bei erlaubten 80 Stundenkilometern mit sensationellen 140 km/h unterwegs – ganze 60 km/h zu schnell! Die Konsequenzen sind drastisch: Sein Führerschein wurde eingezogen und das Fahrzeug beschlagnahmt.
Zivilstreife beobachtet gefährliche Manöver
Am Freitagabend gegen 23.40 Uhr befanden sich zwei Polizeibeamte in einem Zivilfahrzeug auf Streife auf der A113 in Richtung Stadtausfahrt. Kurz vor der Landesgrenze zu Brandenburg beobachteten sie an der Abfahrt Schönefeld Nord einen grauen Mercedes. Doch statt wie vorgesehen abzubiegen, fuhr der 20-jährige Fahrer verkehrswidrig direkt wieder auf die Autobahn in Richtung Innenstadt und trat kräftig aufs Gas.
Die Beamten setzten sofort zur Verfolgung an. Der Raser beschleunigte weiter und wechselte vom Beschleunigungsstreifen direkt auf die linke Überholspur. Mit mehr als 120 km/h überholte er andere Fahrzeuge mal links, mal rechts oder in der Mitte. Mehrmals mussten andere Autofahrer abrupt bremsen, um gefährliche Zusammenstöße zu verhindern.
Videobeweise dokumentieren Geschwindigkeitsüberschreitung
Die beiden Zivilbeamten aktivierten ihre Videokamera, mit der sie nicht nur die gefährlichen Fahrmanöver, sondern auch die exakte Geschwindigkeit des Rasers dokumentieren konnten. Das Display zeigte eindeutig 140 km/h bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h – eine Überschreitung um satte 60 Stundenkilometer!
Schließlich gaben sich die Polizisten zu erkennen, schalteten Blaulicht und Martinshorn ein. Als der Raser die Beamten erkannte, wurde er langsamer. Der Zivilwagen setzte sich vor das Fahrzeug, wobei im Heckdisplay „Polizei, bitte folgen“ aufleuchtete. An der Abfahrt Adlershof in Treptow verließen die Polizisten die Autobahn und stoppten den Mercedes am Ernst-Ruska-Ufer zur Kontrolle.
Konsequenzen für den Raser
„Der Wagen sowie der Führerschein des Verdächtigen wurden beschlagnahmt“, bestätigt ein Polizeisprecher. Ein Abschleppdienst musste anrücken, um das Fahrzeug abzutransportieren. Gegen den 20-Jährigen wird nun wegen eines verbotenen Autorennens ermittelt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, und dem jungen Mann drohen neben dem bereits verhängten Führerscheinentzug weitere rechtliche Konsequenzen.
Dieser Fall zeigt erneut, wie wichtig konsequente Verkehrsüberwachung ist, um gefährliche Raser von den Straßen zu holen. Die Berliner Polizei betont, dass sie solche Verstöße weiterhin intensiv verfolgen wird, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.



