Großrazzia in fünf Bundesländern: Schlag gegen rechtsextreme Terror-Jugendliche
Razzia gegen rechtsextreme Terror-Teenies in fünf Bundesländern

Großrazzia gegen rechtsextreme Terror-Jugendliche in fünf Bundesländern

Seit den frühen Morgenstunden des 17. März 2026 laufen in fünf Bundesländern groß angelegte Durchsuchungsaktionen der Bundesanwaltschaft. Im Fokus stehen zehn mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremistischen Terrorvereinigung „Letzte Verteidigungswelle“, die im Alter zwischen 15 und 22 Jahren sind. Die Razzien fanden an insgesamt 16 verschiedenen Orten statt, überwiegend in Wohnräumen und Aufenthaltsorten der Verdächtigen.

Betroffene Bundesländer und Durchsuchungsorte

Die bundesweiten Ermittlungen erstrecken sich über mehrere Regionen Deutschlands:

  • Mecklenburg-Vorpommern: Rostock, Landkreis Rostock, Landkreis Nordwestmecklenburg, Wismar
  • Nordrhein-Westfalen: Kreis Herford
  • Sachsen: Dresden, Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Vogtlandkreis, Landkreis Zwickau
  • Sachsen-Anhalt: Burgenlandkreis
  • Schleswig-Holstein: Lübeck

Vorwürfe und Ermittlungsschwerpunkte

Den Beschuldigten wird die Mitgliedschaft in einer inländischen terroristischen Vereinigung nach § 129a Abs. 1 Nr. 1 StGB vorgeworfen. Laut Bundesgerichtshof sollen sie sich zwischen April und Dezember 2024 der Gruppe angeschlossen haben und als „Jugendliche mit Verantwortungsreife“ oder Heranwachsende gehandelt haben.

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Oberstaatsanwältin Dr. Ines Peterson vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe erklärte: „Die Beschuldigten sind zwischen 15 und 22 Jahre alt. Eine Beschuldigte soll dabei eine führende Rolle als Rädelsführerin eingenommen haben.“

Zusätzlich wird gegen zwei weitere Verdächtige wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Der Bundesgerichtshof präzisierte: „Die Körperverletzungsvorwürfe gegen zwei der Beschuldigten betreffen Angriffe auf vermeintlich pädophile Personen.“

Bereits laufendes Verfahren

Die Bundesanwaltschaft war bereits im vergangenen Jahr mit Razzien und Festnahmen gegen die rechtsextremistische Gruppierung vorgegangen. Seit Anfang März läuft vor dem Oberlandesgericht in Hamburg ein Prozess gegen sieben weitere Verdächtige derselben Vereinigung. Die aktuellen Razzien stellen somit eine Fortführung und Intensivierung der Ermittlungen dar.

Die groß angelegten Maßnahmen unterstreichen die ernste Bedrohungslage durch rechtsextremistischen Terrorismus in Deutschland und zeigen die konsequente Strafverfolgung durch die Sicherheitsbehörden. Die Ermittlungen dauern an, weitere Entwicklungen werden erwartet.

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