In Halle ist es in der Nacht zu Donnerstag offenbar zu einem gezielten rechten Angriff auf ein Tattoostudio in der Innenstadt gekommen. Betroffen war das erst Anfang März eröffnete Studio Noxpunk in der Ankerstraße. Die Täter zerstörten Scheiben, setzten Buttersäure ein und hinterließen ein rätselhaftes Graffiti. Der Vorfall ereignete sich nach dem Besuch eines ehemaligen Profifußballers des Halleschen FC.
Ermittlungen am Tatort sorgen für Ärger
Die Polizei ermittelt wegen politisch motivierter Straftaten. Allerdings sorgten die Ermittlungen am Tatort für Unmut bei den Betroffenen. Details zu den genauen Hintergründen sind noch unklar. Der Mitgründer des Studios, Patrick Muzucoto, zeigte sich entschlossen: „Wir machen weiter“, sagte er der MZ. Er ließ sich von dem Angriff nicht einschüchtern.
Rechtes Motiv vermutet
Die Ermittler gehen von einem rechten Hintergrund aus. Das Graffiti deutet auf eine politische Botschaft hin. Die Buttersäure verursachte erhebliche Schäden. Die genauen Umstände des Angriffs werden derzeit untersucht. Die Stadt Halle zeigt sich betroffen und verurteilt die Tat aufs Schärfste.
Der Vorfall wirft Fragen nach der Sicherheit von alternativen Kulturorten in der Innenstadt auf. Das Studio Noxpunk ist bekannt für seine punkige Ästhetik und hatte sich schnell etabliert. Die Besitzer hoffen nun auf Unterstützung aus der Bevölkerung, um den Betrieb fortführen zu können. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Öffentlichkeit.



