Mittelalterliche Waffe im modernen Verbrechen: Rentner in Bordesholm schwer verletzt
In der schleswig-holsteinischen Gemeinde Bordesholm hat sich am Montagabend ein besonders brutaler Vorfall ereignet. Ein 37-jähriger Mann hat einen 73-jährigen Rentner mit einer Armbrust angegriffen und dabei lebensgefährlich verletzt. Der Senior musste notoperiert werden, befindet sich nach Polizeiangaben inzwischen aber außer Lebensgefahr.
Der Ablauf der ungewöhnlichen Gewalttat
Die Attacke erfolgte am Montagabend gegen 20.30 Uhr in der Heintzestraße in Bordesholm, etwa 20 Kilometer südlich von Kiel. Nach Angaben der Polizei klingelte der 37-Jährige an der Haustür des Rentners. Als der Senior die Tür öffnete, schoss der jüngere Mann unvermittelt mit der Armbrust auf ihn. Der 73-Jährige wurde mindestens einmal von einem Pfeil getroffen und erlitt schwere Verletzungen.
Eine im Haus anwesende Angehörige alarmierte umgehend die Rettungskräfte über den Notruf. Mehrere Streifenwagen sowie ein Rettungswagen rasten zum Tatort. Nach der Erstversorgung durch Rettungssanitäter wurde der Rentner in die Uniklinik Kiel gebracht, wo er notoperiert werden musste.
Polizeiliche Ermittlungen und Festnahme
Die Polizei konnte den mutmaßlichen Angreifer noch am Tatort stellen und festnehmen. Auch die als Tatwaffe verwendete Armbrust wurde sichergestellt. Die Spurensicherung dokumentierte am Tatort mehrere Pfeile, die offenbar von der Waffe abgefeuert wurden.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Bislang ist unklar, ob es vor der Tat eine Auseinandersetzung zwischen Täter und Opfer gegeben hat. Ebenso ist nicht bekannt, ob die beiden Männer miteinander verwandt sind oder ob der Rentner ein Zufallsopfer war. Die Hintergründe der ungewöhnlichen Gewalttat mit einer mittelalterlichen Waffe werden derzeit intensiv untersucht.
Gesundheitszustand des Opfers
Der 73-jährige Rentner erlitt durch den Armbrustschuss lebensgefährliche Verletzungen. Nach der Notoperation in der Kieler Uniklinik konnte sein Zustand stabilisiert werden. Nach aktuellen Informationen der Behörden ist der Senior inzwischen außer Lebensgefahr, befindet sich aber weiterhin in medizinischer Behandlung.
Die ungewöhnliche Wahl der Tatwaffe und die Brutalität des Angriffs haben in der Gemeinde Bordesholm für Bestürzung gesorgt. Die Polizei ermittelt weiter zu den genauen Umständen und Motiven der Tat.



