Löningen: Scharfe Handgranate unter Auto entdeckt - Ermittlungen wegen versuchten Mordes
Scharfe Handgranate unter Auto in Löningen entdeckt

Explosiver Fund in Niedersachsen: Handgranate unter Auto in Löningen entdeckt

Im Landkreis Cloppenburg hat ein beunruhigender Fund für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt. Unter einem abgemeldeten Fahrzeug in Löningen wurde eine offenbar scharfe Handgranate entdeckt, die möglicherweise zur Explosion gebracht werden sollte.

Verdächtiger Gegenstand unter Carport-Fahrzeug

Ein aufmerksamer Anwohner bemerkte am Sonntagabend gegen 19 Uhr einen verdächtigen Gegenstand an einem unter einem Carport geparkten Auto. Das Fahrzeug stand vor einem Einfamilienhaus und war bereits abgemeldet. Der Mann alarmierte umgehend die Polizei, die sofort mit einem Großaufgebot anrückte.

Bei näherer Untersuchung stellte sich heraus, dass es sich bei dem Fund um eine Handgranate handelte, die als funktionstüchtig eingestuft wurde. Besonders alarmierend: Eine am Sicherheitsstift der Granate befestigte Schnur führte zu einer Felge des Autos. Diese Konstruktion deutet darauf hin, dass eine Bewegung des Fahrzeugs die Sprengstoffexplosion hätte auslösen sollen.

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Großräumige Absperrung und Kampfmittelräumung

Die Polizei reagierte mit umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen. Um das gefährliche Objekt wurde ein Sperrkreis von 300 Metern Radius eingerichtet. Alle Anwohner wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen und in den Innenräumen zu bleiben. Erst am späten Abend konnten speziell ausgebildete Mitarbeiter des Kampfmittelräumdiensts die Handgranate sicherstellen und unschädlich machen.

Die Experten bestätigten nach der Bergung, dass es sich tatsächlich um eine scharfe und einsatzbereite Sprengvorrichtung handelte. Die Granate wurde zur weiteren forensischen Untersuchung sichergestellt.

Ermittlungen wegen schwerwiegender Vorwürfe

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat bereits ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt eingeleitet. Im Fokus der Untersuchungen stehen mehrere schwere Straftatbestände:

  • Verdacht des versuchten Mordes
  • Vorbereitung einer Sprengstoffexplosion
  • Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz

Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar. Die Ermittler prüfen alle möglichen Motive und versuchen, Hinweise auf die Täter zu finden. Besonders beunruhigend ist die Tatsache, dass die Sprengvorrichtung in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern platziert war und damit potenziell viele Menschen gefährdet hätte.

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe und bittet Zeugen, die in der Umgebung des Tatorts verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich bei den Ermittlungsbehörden zu melden. Der Vorfall hat in der sonst ruhigen Gemeinde Löningen für erhebliche Verunsicherung gesorgt.

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