Britischer Schauspieler stirbt bei BDSM-Date: Liebhaber zu vier Jahren Haft verurteilt
Schauspieler stirbt bei BDSM-Date: Liebhaber verurteilt

Britischer Schauspieler stirbt bei BDSM-Date: Vier Jahre Haft für Liebhaber

Ein tragisches Ende fand ein privates Treffen in Manchester: Der britische Schauspieler Michael Barron (†38) starb im Januar 2025 bei einer extremen sexuellen Begegnung. Nun wurde sein damaliger Partner, Josh Baxter (28), vom Minshull Street Crown Court in Manchester zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Die Jury befand ihn für schuldig, Barron vorsätzlich gewürgt oder erstickt und ihm schwere Körperverletzungen zugefügt zu haben. Vom schwereren Vorwurf des Totschlags sprach das Gericht Baxter jedoch frei.

Fatale Verabredung über Dating-App

Laut Medienberichten hatten sich die beiden Männer über die Dating-App „Grindr“ kennengelernt. Dort tauschten sie sich über ihr gemeinsames Interesse an hartem Sex aus und vereinbarten schließlich ein Treffen in Baxters Wohnung in Manchester. Beide gehörten zur BDSM-Community, einer Szene, die sexuelle Praktiken mit Dominanz und Unterwerfung umfasst. Vor ihrem Treffen hatten sie ausführlich über ihre Vorlieben gesprochen. Barron soll dabei geäußert haben, dass er „gefesselt und hilflos gemacht“ werden wollte und „Schmerz und Folter“ genieße.

30 Minuten Würgen mit tödlichen Folgen

Bei ihrem Zusammentreffen im Januar 2025 kam es zu einer extremen sexuellen Begegnung, bei der Barron gefesselt wurde. Anschließend würgte Baxter ihn mindestens 30 Minuten lang. Die Würgeattacke war so heftig, dass Knochen und Knorpel in Barrons Hals brachen. Der Schauspieler erlitt schließlich einen tödlichen Herzstillstand, nachdem sein Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt worden war. Michael Barron war bekannt durch Rollen in britischen Fernsehserien wie „Hollyoaks“ und „Emmerdale“.

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Richterin kritisiert rücksichtsloses Verhalten

Vor Gericht behauptete Baxter, alles sei einvernehmlich gewesen. „Ich habe das nie als gefährliche Aktivität angesehen. Ich habe noch nie jemanden verletzt, wenn ich gewürgt habe“, sagte er den Geschworenen. Doch die Beweise zeichneten ein anderes Bild. Untersuchungen ergaben, dass Baxter etwa einen Monat vor dem Vorfall im Internet die Gefahren des Erstickens beim Sex recherchiert hatte. Richterin Tina Landale sagte bei der Urteilsverkündung: „Sie haben beschlossen, diese Warnungen zu ignorieren.“ Sein Verhalten bezeichnete die Richterin als rücksichtslos und verantwortungslos.

Mutter trauert um „einzigartigen“ Sohn

Besonders bewegend waren die Worte von Barrons Mutter Mary Power während des Verfahrens. „Ein Teil von mir ist gestorben. Nichts kann einen auf den Verlust eines Kindes vorbereiten“, sagte sie vor Gericht. Sie erinnerte sich an ihren Sohn als „freundlich, mitfühlend und sehr einzigartig“, der ihr Leben vom ersten Tag an bereichert habe. Die Familie des Schauspielers leidet weiterhin unter dem schmerzhaften Verlust, der durch die gerichtliche Aufarbeitung nur teilweise gelindert werden kann.

Der Fall hat in Großbritannien für Aufsehen gesorgt und wirft Fragen zur Sicherheit bei extremen sexuellen Praktiken auf. Während die BDSM-Community betont, dass einvernehmliche Handlungen im Vordergrund stehen sollten, zeigt dieser tragische Vorfall die potenziellen Gefahren bei mangelnder Vorsicht und Aufklärung. Das Urteil gegen Josh Baxter markiert nun das Ende eines langwierigen Gerichtsverfahrens, das die Grenzen zwischen einvernehmlich und fahrlässig deutlich gemacht hat.

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