Münchner Influencer nach Schneeballschlacht-Aufruf: Droht nun ein Bußgeld?
Schneeballschlacht-Aufruf: Droht Influencer Bußgeld?

Münchner Influencer nach Schneeballschlacht-Aufruf: Droht nun ein Bußgeld?

Der Münchner Schauspieler und Influencer Daniel Tonnar Leyva steht nach einer spontanen Schneeballschlacht vor möglichen rechtlichen Konsequenzen. Seine Einladung über soziale Medien führte am vergangenen Freitag dazu, dass sich mehrere Hundert Menschen auf der Wiese vor der Alten Pinakothek versammelten, um gemeinsam Schneebälle zu werfen. Die fröhliche Aktion könnte nun jedoch ein unerwartetes Nachspiel haben.

Stadtverwaltung prüft Bußgeldverfahren

Wie die AZ berichtet, droht Tonnar Leyva ein Bußgeld der Münchner Stadtverwaltung. Der Grund: Die Veranstaltung wurde nicht offiziell bei den Behörden angemeldet, was auf öffentlichem Grund erforderlich gewesen wäre. „Sowas genehmigt zu bekommen auf öffentlichem Grund wäre wahrscheinlich eh schwierig gewesen“, räumte der Influencer im Gespräch mit der Zeitung ein. Dennoch hofft er auf Nachsicht, da die Aktion durchweg positive Resonanz erzeugt habe.

Die spontane Versammlung entwickelte sich zu einem unerwarteten Großereignis. „Es gibt so viel Leid grad auf der Welt, so viel Spaltung auch gerade in Deutschland, dass ich es schön fand einen Nachmittag zu haben, an dem München zusammenhält und zusammenkommt bei einer friedlichen Schneeballschlacht“, erklärte Tonnar Leyva seine Motivation. Viele Teilnehmer reisten sogar aus der gesamten Umgebung an, um bei der als „größte Schneeballschlacht Deutschlands“ bezeichneten Aktion dabei zu sein.

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Überwältigende Resonanz und Solidaritätsbekundungen

Die Reaktionen auf die ungeplante Veranstaltung waren laut dem Initiator überwältigend. „Der Dank, den ich bekommen habe, ist kaum in Worte zu fassen“, berichtete er. Besonders berührt zeigte sich Tonnar Leyva von der Solidarität der Community: „Beeindruckend fand ich auch, wie viele Menschen angeboten haben, ein Bußgeld gemeinsam zu bezahlen, falls eines kommt.“

Viele Teilnehmer hätten den Tag als „coolsten Tag des Jahres“ bezeichnet, was den Influencer emotional stark berührte. „Ich musste am Abend auch weinen, als ich die Nachrichten gelesen habe, weil ich es so schön fand das alles zu lesen“, gestand er.

Zukunftsperspektiven und mögliche Wiederholung

Auf die Frage, ob er eine solche Aktion wiederholen würde, antwortete Tonnar Leyva differenziert: „Nicht genau so, wenn ich wüsste, was es da für Konsequenzen geben kann. Mir war das alles davor überhaupt nicht bewusst und ich habe das maßlos unterschätzt.“ Gleichzeitig betonte er, dass die Aktion an sich „super cool gewesen“ sei.

Für die Zukunft schwebt ihm eine offiziell genehmigte Version vor: „Ich hoffe, dass es vielleicht nächstes Jahr dann offiziell auf der Theresienwiese oder so stattfinden kann.“ Mit einem durchdachten Sicherheitskonzept und klaren Regeln könnte eine Wiederholung dann ohne rechtliche Bedenken möglich sein.

Die Stadt München muss nun entscheiden, ob sie gegen den Influencer ein Bußgeldverfahren einleitet oder angesichts der positiven öffentlichen Resonanz von einer Sanktion absieht. Tonnar Leyva bleibt optimistisch: „Ich hoffe natürlich, dass die Stadt mir kein Bußgeld dafür gibt. Ich hoffe, sie erkennen, wie krass positiv die Aktion bei den Menschen vor Ort angekommen ist.“

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