Ein Ehepaar aus Rostock ist am Montag, dem 4. Mai, Opfer von Betrügern geworden. Die Täter erbeuteten rund 40.000 Euro mit der sogenannten Schockanruf-Masche. Nach Angaben der Polizei gab sich ein Unbekannter am Telefon als Arzt aus und täuschte eine angebliche Notlage des Sohnes vor.
Geldübergabe im Hansaviertel
Gegen 16 Uhr erhielt eine 73-jährige Frau den Anruf eines Mannes, der sich als Arzt eines nahegelegenen Krankenhauses ausgab. Er behauptete, der Sohn sei schwer erkrankt und benötige teure Medikamente aus dem Ausland. Um die Geschichte glaubwürdiger zu machen, sagte er, die Schwiegertochter sei ebenfalls im Krankenhaus und überfordert. Die 73-Jährige und ihr 87-jähriger Ehemann willigten in die Zahlung ein.
Zwischen 18.45 und 19 Uhr übergab die Frau in der Graf-Lippe-Straße im Hansaviertel rund 40.000 Euro an einen unbekannten Geldabholer. Der Mann kam zu Fuß aus Richtung Parkstraße. Zeugen beschreiben ihn als etwa 30 Jahre alt, circa 1,70 Meter groß und schlank, mit dunklen, glatten Haaren. Er trug einen weißen Pullover und eine schwarze Hose.
Schwindel aufgeflogen
Kurz nach der Übergabe kontaktierten die Eheleute die tatsächliche Schwiegertochter über die ihnen bekannte Nummer. Dabei stellte sich heraus, dass der Sohn gesund ist und sich nicht im Krankenhaus befindet. Daraufhin alarmierten sie die Polizei.
Ermittlungen der Kriminalpolizei
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Am selben Tag gab es einen ähnlichen Versuch bei einer 82-Jährigen in Brinckmansdorf, der jedoch scheiterte. Die Polizei warnt vor Schockanrufen, bei denen Betrüger eine akute Notlage von Angehörigen vortäuschen. Wer unerwartet mit Geldforderungen konfrontiert wird, solle das Gespräch beenden, Angehörige über bekannte Nummern kontaktieren und im Zweifel die 110 wählen.
Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Fall geben können oder den beschriebenen Mann gesehen haben, werden gebeten, sich bei der Polizei in Rostock unter der Telefonnummer 0381/49161616 zu melden.



