Schwarzfahrer greift in Donauwörth Zugbegleiter und Fahrgast mit glühender Zigarette an
Schwarzfahrer attackiert in Donauwörth mit glühender Zigarette

Aggressiver Schwarzfahrer greift in Donauwörth Zugpersonal und Fahrgast an

Im Bahnhof Donauwörth in Bayern hat sich am Montagmorgen ein besonders brutaler Vorfall ereignet. Ein 55-jähriger Schwarzfahrer, der im Zug aus Augsburg kontrolliert worden war, griff nach seiner Entfernung aus dem Zug sowohl den Zugbegleiter als auch einen völlig unbeteiligten Fahrgast an.

Bedrohung und körperlicher Angriff mit glühender Zigarette

Nachdem der Mann kein gültiges Ticket vorweisen konnte und in Donauwörth aus dem Zug verwiesen wurde, bedrohte er zunächst den Zugbegleiter. Wie ein Polizeisprecher bestätigte, hob der aggressive Täter sein Knie und machte kampfsportartige Bewegungen in Richtung des Bahnmitarbeiters.

Noch schlimmer traf es jedoch einen 44-jährigen Fahrgast aus Sierra Leone, der sich zufällig auf dem Bahnsteig aufhielt. Der Schwarzfahrer trat dem Mann ohne Vorwarnung gegen das Schienbein und versuchte anschließend, ihm einen noch glühenden Zigarettenstummel ins Auge zu drücken. Zusätzlich beleidigte der Angreifer sein Opfer rassistisch.

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Täter mit Vorstrafenregister wieder auf freiem Fuß

Die herbeigerufene Bundespolizei durchsuchte den Angreifer und fand bei ihm ein gestohlenes Smartphone. Wie sich herausstellte, ist der Mann der Polizei bereits wegen mehrfacher Körperverletzungsdelikte und eines sexuellen Übergriffs bekannt. Trotzdem wurde er nach der Festnahme wieder auf freien Fuß gesetzt.

Gegen den Täter wird nun wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung ermittelt. Der Fall zeigt erneut die Gefahren, denen Zugbegleiter bei ihrer täglichen Arbeit ausgesetzt sind.

Besorgniserregende Serie von Angriffen auf Bahnpersonal

Dieser Vorfall reiht sich in eine besorgniserregende Serie von Übergriffen auf Zugbegleiter in Deutschland ein. Erst Anfang Februar wurde ein Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz nach einer Kontrolle so schwer verletzt, dass er später im Krankenhaus starb.

Weitere jüngere Vorfälle umfassen:

  • Eine 35-jährige Frau in Sachsen-Anhalt, die auf einen Zugchef einschlug
  • Einen 21-jährigen Mann in Stuttgart, Baden-Württemberg, der einen Zugbegleiter bei einer Kontrolle bespuckte

Diese Vorfälle werfen ernste Fragen zur Sicherheit des Bahnpersonals und zu den Konsequenzen für gewalttätige Schwarzfahrer auf. Die zunehmende Aggression gegenüber Kontrolleuren und unbeteiligten Fahrgästen erfordert dringend wirksamere Schutzmaßnahmen und Konsequenzen.

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