Schweiz: Sechs Tote bei verheerendem Busbrand in Kerzers
In der kleinen Schweizer Gemeinde Kerzers im Kanton Freiburg hat sich ein tragischer Busbrand ereignet, der sechs Menschen das Leben kostete und fünf weitere teils schwer verletzte. Die Behörden gehen davon aus, dass der mutmaßliche Täter unter den Todesopfern ist und psychische Probleme hatte.
Verdächtiger lebte am Rande der Gesellschaft
Generalstaatsanwalt Raphaël Bourquin gab bei einer Pressekonferenz bekannt, dass der mutmaßliche Brandstifter als Person beschrieben werde, die am Rande der Gesellschaft lebte und gestört gewesen sei. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg bestätigte damit erste Hinweise auf psychische Probleme des Schweizer Bürgers, der sich nach Zeugenaussagen eigenartig verhalten haben soll.
Zeugen schildern schockierende Tat
Laut den Ermittlungen stieg der Mann mit Säcken in den Linienbus ein und übergoss sich plötzlich mit einer entflammbaren Flüssigkeit, bevor er sich anzündete. Das Feuer breitete sich rasch aus und ließ das Fahrzeug auf einer Hauptstraße im Ortszentrum von Kerzers völlig ausbrennen. Der Brand ereignete sich am Dienstagabend gegen 18.25 Uhr und traf die kleine Gemeinde mit ihren knapp 5.600 Einwohnern unvorbereitet.
Region und Politik reagieren entsetzt
Die Schweizer Politik zeigte sich tief betroffen von dem Unglück. Im etwa 26 Kilometer entfernten Bern gedachten beide Kammern des Parlaments der Todesopfer. Nationalratspräsident Pierre-André Page betonte: „Dieses tragische Ereignis erschüttert nicht nur eine Region, einen Kanton, sondern weit darüber hinaus.“
Unter den Verletzten befand sich auch ein Sanitäter, der bei den Rettungsarbeiten im Einsatz war. Die Gemeinde Kerzers liegt in einer der wichtigsten Gemüseanbauregionen der Schweiz und ist normalerweise für ihre friedliche Atmosphäre bekannt.
Zweiter schwerer Brand innerhalb kurzer Zeit
Der Busbrand folgt auf das Silvester-Inferno von Crans-Montana, das weiterhin die Öffentlichkeit und die Behörden in der Schweiz beschäftigt. Bei dem Brand in einer Bar zum Jahreswechsel gab es 41 Todesopfer und Dutzende Verletzte. Bundespräsident Guy Parmelin schrieb auf der Plattform X: „Es bestürzt mich und macht traurig, dass wiederum Menschen in der Schweiz bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind.“
Die Ermittlungen zu dem Busbrand in Kerzers dauern an, während die Region mit den Folgen der Tragödie kämpft. Die Behörden betonen die Notwendigkeit einer umfassenden Aufklärung der Tat und der Unterstützung für die Hinterbliebenen der Opfer.



