Kurioser Polizeieinsatz in Vorpommern: Schwerverletzte schieben Auto nach Überschlag weg
Schwerverletzte schieben Auto nach Überschlag von Unfallort weg

Kurioser Polizeieinsatz in Vorpommern: Schwerverletzte schieben Auto nach Überschlag vom Unfallort weg

Ein ungewöhnlicher Verkehrsunfall mit einer kuriosen Wendung beschäftigt derzeit die Polizei in Vorpommern. In der Nacht zu Samstag kam es auf der Landstraße L21 zwischen Dändorf und Dierhagen zu einem schweren Crash, bei dem ein Fahrzeug überschlug. Die drei Insassen, allesamt junge Männer im Alter von 20 bis 22 Jahren, erlitten dabei schwere Verletzungen, konnten sich jedoch selbst aus dem Wrack befreien.

Ungewöhnliche Aktion nach dem Unfall

Statt auf die Ankunft von Rettungskräften zu warten oder den Unfall sofort zu melden, entschieden sich die Verletzten zu einer bemerkenswerten Handlung. Laut Polizeiangaben schoben sie das stark beschädigte Fahrzeug, einen Skoda Octavia, etwa 150 Meter vom eigentlichen Unfallort weg. Erst nach dieser ungewöhnlichen Verlagerung wurde der Vorfall offiziell bekannt gegeben und die Einsatzkräfte alarmiert.

Alkoholisiert und ohne Fahrerlaubnis unterwegs

Die Ermittlungen der Polizei ergaben schnell weitere erschwerende Umstände. Bei dem 20-jährigen Fahrer, einem ukrainischen Staatsbürger, wurde ein Atemalkoholtest durchgeführt, der einen extrem hohen Wert von 2,52 Promille anzeigte. Zudem verfügte der Mann über keine gültige Fahrerlaubnis. Gegen ihn wird nun wegen mehrerer Delikte ermittelt, darunter Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren ohne Fahrerlaubnis und der Verdacht auf Unfallflucht.

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Einsatz der Feuerwehr und Sachschaden

Der Unfall verursachte einen beträchtlichen Sachschaden, der vorläufig auf etwa 6000 Euro geschätzt wird. Die Feuerwehr Dierhagen war mit insgesamt 19 Einsatzkräften vor Ort, um ausgelaufene Betriebsstoffe zu binden und mögliche Umweltgefahren zu minimieren. Der genaue Hergang des Unfalls, bei dem der Skoda gegen 3.10 Uhr von der Fahrbahn abkam und sich überschlug, wird derzeit von den Ermittlern rekonstruiert.

Die drei jungen Männer wurden nach der ungewöhnlichen Aktion des Wegschiebens des Fahrzeugs medizinisch versorgt. Die Polizei betont, dass das Verhalten der Unfallbeteiligten nicht nur kurios, sondern auch rechtlich relevant ist, da die Manipulation des Unfallortes die Ermittlungen erschweren kann. Der Fall zeigt einmal mehr die Gefahren von Alkohol am Steuer und das Risiko, ohne Fahrerlaubnis unterwegs zu sein.

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