Sechs Spiele Sperre: Piqué für Ausraster bestraft
Sechs Spiele Sperre: Piqué für Ausraster bestraft

Gerard Piqué, die spanische Fußballlegende und ehemalige Welt- und Europameister, muss für einen schweren Ausraster teuer bezahlen. Der 39-Jährige wurde vom Disziplinarausschuss des spanischen Fußballverbands (RFEF) zu einer Sperre von sechs Spielen verurteilt. Zusätzlich wurde er für zwei Monate von allen offiziellen Funktionen suspendiert. Der Vorfall ereignete sich nach dem Spiel seines Klubs FC Andorra gegen Albacete in der zweiten spanischen Liga am 1. Mai, das Andorra mit 0:1 verlor.

Hintergrund des Eklats

Nach dem Schlusspfiff kam es zu heftigen Protesten von Seiten des FC Andorra. Spieler und Funktionäre waren der Ansicht, dass dem späten Gegentor in der 86. Minute ein Foul vorausgegangen war. Schiedsrichter Alonso de Ena Wolf verteilte daraufhin vier Rote Karten gegen die Bank von Andorra, unter anderem gegen Trainer Carles Manso. Im Spielbericht hielt der Unparteiische fest, dass Piqué ihn nach der Partie im Kabinengang bedroht habe. Als Ena Wolf das Stadion verließ, wurde er von Sicherheitskräften geschützt, dennoch kam es zu weiteren Beleidigungen und Beschimpfungen durch Piqué und andere Klubvertreter.

Der Disziplinarausschuss stellte fest, dass Piqué sich „leicht gewalttätig“ gegenüber den Unparteiischen verhalten habe. Zudem sei er durch ein Verhalten aufgefallen, das „die Würde und den Anstand des Sports verletze“. Konkret soll Piqué gesagt haben: „Geht lieber mit Eskorte raus, damit euch nichts passiert“ und „In einem anderen Land würde man euch fertigmachen, aber hier in Andorra sind wir ein zivilisiertes Land.“

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Piqués Reaktion in sozialen Medien

Damit nicht genug: In den sozialen Medien legte Piqué nach und griff den Schiedsrichter erneut an. Auf der Plattform X schrieb er: „Er ist ein Schiedsrichter, der nicht das erforderliche Niveau hat, und es ist offensichtlich, dass er etwas gegen unseren Verein hat.“ Diese Äußerungen dürften die Strafe nicht gemildert haben.

Piqués Karriere und Rolle bei Andorra

Gerard Piqué beendete im Januar 2023 nach 15 Jahren und weit über 600 Spielen für den FC Barcelona seine aktive Karriere. Bereits im Dezember 2018 war er mit seiner Kosmos Holding beim damaligen Fünftligisten FC Andorra eingestiegen. Der Klub spielt aktuell im Mittelfeld der zweiten spanischen Liga. Piqué ist als Mehrheitseigner regelmäßig bei den Partien seines Klubs im Stadion präsent. Die nächsten Spiele wird er jedoch von der Tribüne fernbleiben müssen, da die Sperre auch ein Stadionverbot während der Partien umfasst.

Fazit

Der einstige Welt- und Europameister muss nun eine harte Strafe hinnehmen. Neben der sechsspieligen Sperre und der zweimonatigen Suspendierung wird er auch in den sozialen Medien künftig vorsichtiger agieren müssen, um weitere Sanktionen zu vermeiden. Der FC Andorra muss in den kommenden Wochen ohne seinen prominenten Besitzer auskommen, der die Mannschaft von der Tribüne aus unterstützen wollte – nun ist er dazu nicht mehr in der Lage.

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