Der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert ist nach dem Halbfinal-Aus von Atletico Madrid in der Champions League massiver Kritik aus Spanien ausgesetzt. Der Berliner Unparteiische leitete das Rückspiel beim FC Arsenal, das die Madrilenen mit 0:1 (0:1) verloren. Spanische Medien werfen Siebert mehrere Fehlentscheidungen vor, die den Ausschlag gegen Atletico gegeben haben sollen.
Kritik an Sieberts Entscheidungen
Die spanische Zeitung El Mundo Deportivo listete die vermeintlichen Fehler detailliert auf. Demnach hätte Atletico Madrid wegen eines klaren Fouls an Antoine Griezmann einen Elfmeter zugesprochen bekommen müssen. Allerdings habe Siebert zuvor ein Foul von Marc Pubill an Gabriel gepfiffen, das gar nicht stattgefunden habe. Dies habe die Situation entscheidend beeinflusst.
Abseitsentscheidung und Foul im Strafraum
In einer weiteren strittigen Szene entschied das Schiedsrichterteam auf Abseits, was jedoch offenbar falsch war. Giuliano Simeone war bei einem Abschlag von Atletico-Torhüter Jan Oblak aus der eigenen Hälfte gestartet, stand also nicht im Abseits. Kurz darauf wurde Simeone im Arsenal-Strafraum von Riccardo Calafiori umgestoßen, doch Siebert hatte bereits abgepfiffen. Simeone veröffentlichte bei Instagram Fotos der beiden Szenen, kommentierte sie aber nicht.
Spanische Medien: „Erst Saka, dann der Schiedsrichter“
Am Ende jubelte Arsenal dank des goldenen Treffers von Bukayo Saka in der 45. Minute aus der ersten Halbzeit. Die Zeitung AS titelte: „Erst Saka, dann der Schiedsrichter – Schachmatt“. El Mundo Deportivo kritisierte zudem, Siebert habe das „peinliche Zeitspiel der Engländer zugelassen“. Die Diskussionen um die Leistung des deutschen Referees reißen nicht ab.



