Genf – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat drei mutmaßlich mit dem Hantavirus infizierte Patienten vom Kreuzfahrtschiff „Hondius“ evakuiert. Die Betroffenen sind auf dem Weg in die Niederlande, um dort medizinisch versorgt zu werden. Dies gab WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der Plattform X bekannt. Die WHO arbeitet eng mit den Schiffsbetreibern zusammen, um die Gesundheit aller Passagiere und Besatzungsmitglieder kontinuierlich zu überwachen und bei Bedarf weitere Evakuierungen einzuleiten. „In dieser Phase bleibt das gesamte öffentliche Gesundheitsrisiko niedrig“, betonte Tedros.
Drei Todesfälle auf der „Hondius“
Bereits zuvor waren auf dem Schiff drei Menschen nach einer Infektion mit dem Hantavirus gestorben: ein älteres niederländisches Ehepaar und eine deutsche Frau. Die „Hondius“ war mit insgesamt knapp 150 Personen an Bord vom Süden Argentiniens aus in See gestochen und ankert derzeit vor der Küste der Kapverdischen Inseln.
Weiterer Fall in der Schweiz
Ein Passagier, der nach seiner Rückkehr in die Schweiz positiv auf das Hantavirus getestet wurde, wird im Universitätsspital Zürich behandelt. Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte, war der Patient zusammen mit seiner Ehefrau Ende April von der Südamerika-Reise zurückgekehrt. Nachdem Symptome aufgetreten waren, suchte er ein Krankenhaus auf. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau.



