Dank an Pflegepersonal: Patient schenkt Tierpatenschaft für Erdmännchen
Patient schenkt Erdmännchen-Patenschaft als Dank

Im Tierpark Ueckermünde gibt es seit Kurzem zwei Erdmännchen mit den Namen Dörte und Doreen. Der Grund dafür ist eine besondere Geste: Ein ehemaliger Patient der Psychiatrie des Ameos Klinikums Ueckermünde hat sich bei den Pflegekräften mit einer Tierpatenschaft bedankt.

Eine wichtige Zeit im Krankenhaus

Oliver Kulzer wurde im Juli 2025 als Patient auf der Station 7.2 behandelt. „Es war eine wichtige Zeit für mich, die ich zugelassen und angenommen habe“, betont der 57-Jährige. Viele Patienten fühlten sich missverstanden oder schlecht behandelt, aber es hänge davon ab, wie man sich darauf einlässt. „Ich war dort, weil ich Hilfe wollte und brauchte“, macht Kulzer deutlich, der sich damals in einem psychischen Ausnahmezustand befand. „Ich wollte ein bleibendes Geschenk hinterlassen. Weil ich glaube, dass das Pflegepersonal immer zu kurz kommt“, bekräftigt er. Es sei ein sehr schwieriger Job, den er persönlich nicht leisten könnte.

Erdmännchen als Symbol für Fleiß

Warum Oliver Kulzer gerade Erdmännchen ausgesucht hat, begründet er damit, dass die kleinen Raubtiere fleißig und immer unterwegs seien. „Und das sind die Schwestern tagein, tagaus ja auch. 24 Stunden am Tag. Außerdem finde ich Erdmännchen wirklich süß“, gibt der Eggesiner zu. In Abstimmung mit Ameos bekamen zwei Erdmännchen-Weibchen die Namen seiner zwei Lieblingsschwestern Dörte und Doreen.

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Überraschung und Freude bei den Schwestern

„Als ich davon erfahren habe, war ich sehr überrascht“, sagt Schwester Doreen, die diese Idee herzerwärmend findet. „Es ist einmal etwas ganz anderes. Der Tierpark profitiert davon und es ist auch eine Auszeichnung der ganzen Station.“ Oliver Kulzer habe sich Gedanken gemacht und ein nachhaltiges Geschenk gemacht. „Über Kaffee oder Pralinen unterhält man sich auch im Team nicht so lange. Das ist eine Geschichte, die uns begleitet“, meint die Schwester, die in der Nacht vor der Patenschaft von Erdmännchen geträumt hatte.

Schwester Dörte erzählt, dass sich ihre Kollegin Doreen gar nicht mehr einkriegte, als die Nachricht bekannt wurde. „Erdmännchen sind ja sehr sozial und Oliver Kulzer hat sich sehr um seine Mitpatienten gekümmert“, merkt die Schwester an. Es sei auch nicht das typische Geschenk. „Das ist eine tolle Wertschätzung für uns Pflegekräfte. Die Namen Dörte und Doreen werden tatsächlich oft verwechselt“, sagen beide Schwestern, die zugeben, dass sie ihre Paten-Erdmännchen im Gewusel nicht erkennen würden.

Einmalig in der Geschichte des Tierparks

„Es ist einmalig, dass sich ein Patient durch eine Tierpatenschaft bedankt“, freute sich Katrin Töpke, die Direktorin des Tierparks. Man sei schon öfter beeindruckt von Menschen, die Tierpatenschaften verschenken. „Bei den Schenkenden sind Erdmännchen tatsächlich die beliebtesten Tiere“, fügte Agata Furmann-Böttcher hinzu. „Für uns ist es ein Zeichen dafür, dass unsere Mitarbeiter einen guten Job machen. Wir verschenken das gern“, so Töpke. Und wenn sich die Beschenkten darüber freuen, sei das perfekt.

Unterstützung für den Tierpark

Der Ueckermünder Zoo vergibt Tierpatenschaften und Baumpatenschaften. „Es gibt viele Möglichkeiten, den Tierpark zu unterstützen. Wir nutzen das Geld für die Tiere, um Futter oder Beschäftigungsgeräte anzuschaffen“, sagt Katrin Töpke. Die Patenschaft besteht vorerst für ein Jahr und kostet pro Erdmännchen 150 Euro. Oliver Kulzer bekräftigt: „Im Kern der Idee hat es perfekt funktioniert. Alle haben verstanden, worum es mir ging und auch für die Erdmännchen war es ein guter Tag.“

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