Junger Koch kehrt heim und leitet Küche im neuen Restaurant
Junger Koch kehrt heim und leitet Küche in Loitz

In Loitz hat sich ein junger Koch einen Traum erfüllt: Ronny Klüsener ist in seine Heimat zurückgekehrt und leitet seit wenigen Wochen die Küche des neuen Restaurants HeimaRt. Mit viel Leidenschaft kocht er dort und liebt es, als Gastgeber mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen.

Ein erfolgreicher Start mit Buschfunk und Flyern

Dass der 39-Jährige wieder in Loitz ist, hatte sich schnell herumgesprochen. In dem beschaulichen Städtchen machen Informationen schnell die Runde. Darüber ist der gelernte Koch, der in Loitz aufgewachsen ist, alles andere als traurig: „Genau so sollte es ja sein. Wir wollten, dass viele erfahren, dass in Loitz ein neues Restaurant öffnet.“ Buschfunk und gezielte Werbung – über 2000 Flyer wurden vor der Eröffnung verteilt – haben dazu beigetragen, dass der Start nicht besser hätte laufen können. Allein in den ersten acht Wochen verkaufte das Team um Inhaberin Sandy Oldenburger 1800 Hauptgerichte.

Erfahrungen aus Österreich und der Marine

Ronny Klüsener sammelte erste Erfahrungen in einem Fünf-Sterne-Hotel in Binz auf Rügen und arbeitete später im Sassnitzer Gastmahl des Meeres. 2011 zog es ihn nach Österreich, wo er in leitenden Positionen arbeitete, zuletzt in einem Boutique-Hotel bei Salzburg. Dazwischen absolvierte er seine Zeit bei der Marine, wo er ebenfalls als Koch tätig war. Diese Erfahrungen prägen seinen Stil: Er liebt es, große deftige Gerichte ebenso wie kleine feine Leckereien zuzubereiten.

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Ein Koch mit kreativen Talenten

Schon vor der Eröffnung präsentierte Ronny Klüsener einen Speisekarten-Entwurf, der mit flotten Sprüchen und plattdeutschen Schlagworten gespickt war. Ohne Grafiker oder KI, sondern mit eigener Kreativität und Sprachlust. Diese Seiten kommen bei den Gästen offensichtlich gut an. „Vor allem an den Wochenenden ist es ratsam, vorher einen Tisch zu reservieren“, gibt der Küchenchef einen Tipp. Er bezeichnet sich auch als Gastgeber, der gerne den Kontakt zu den Gästen sucht, um ihre Fragen zu beantworten und Feedback zu erhalten.

Heimweh und Neuanfang in der Heimat

Ronny Klüsener spricht offen über seine Zeit in Österreich: „Ich wusste genau, was Heimweh bedeutet. Die Gewissheit, loszufahren und zu Hause nichts mitgestalten zu können.“ Nach der Rückkehr übernahm er das Haus seiner Großmutter und baut es Stück für Stück um. Eine neue Küchenarbeitsplatte war eine der ersten Veränderungen. „Das Leben, die Arbeit sind gerade auch deshalb so schön, weil es sich nach Familie und Zuhause anfühlt.“

Herausforderungen und Zukunftsperspektiven

Trotz des gelungenen Starts bleibt der Koch realistisch: „In der ländlichen Region ist es nicht einfach, Personal zu akquirieren. Das Thema Personalgewinnung treibt uns um, wie viele andere Gastronomen auch.“ Das Team im Service arbeitet engagiert, aber der Fachkräftemangel bleibt eine Herausforderung. Dennoch blickt Ronny Klüsener optimistisch in die Zukunft. Er möchte weiterhin mit kreativen Ideen die Gastroszene Vorpommerns bereichern.

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