Skelett-Fund nach 14 Jahren: Vermisster 76-Jähriger identifiziert
Skelett-Fund: Vermisster nach 14 Jahren identifiziert

Einen Monat nach dem Fund eines menschlichen Skeletts in der Nähe von Kargow an der Bahnstrecke Berlin-Rostock haben die Ermittlungen einen überraschenden Abschluss gefunden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, handelt es sich bei dem Toten um einen 76-jährigen Mann, der seit dem Jahr 2012 aus dem nahe gelegenen Waren an der Müritz vermisst wurde. Der Fall, der über 14 Jahre lang ungeklärt blieb, ist damit gelöst.

Überreste unter Paletten entdeckt

Die menschlichen Knochen waren Ende März bei Aufräumarbeiten auf dem Gelände eines ehemaligen Betonwerks in Kargow entdeckt worden. Ein Liquidator, der mit der Räumung des weitläufigen Waldgrundstücks beauftragt war, stieß unter einem großen Stapel alter Holzpaletten auf die Skelettteile. Neben den Knochen wurden auch Kleidungsstücke gefunden, die später zur Identifizierung beitrugen. Das Gelände liegt unmittelbar an der Bahnstrecke Berlin-Rostock, etwa fünf Kilometer von Waren entfernt, erreichbar über Feldwege und durch ein Waldstück.

Vermisst seit 2012

Der 76-Jährige war am 9. Juni 2012 als vermisst gemeldet worden. Nach Angaben der Polizei galt der Mann als orientierungslos, sodass eine groß angelegte Suche eingeleitet wurde, die jedoch damals erfolglos blieb. Die Ermittler hatten bereits frühzeitig die Möglichkeit eines Unglücksfalls oder eines natürlichen Todes in Betracht gezogen, aber konkrete Hinweise auf den Verbleib des Mannes fehlten. Erst die rechtsmedizinischen Untersuchungen der nun gefundenen Überreste führten zur eindeutigen Identifizierung.

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Keine Hinweise auf Fremdverschulden

Die Polizei betonte, dass es keine Anzeichen für ein Fremdverschulden gebe. Die Umstände des Todes deuten auf einen Unfall oder eine natürliche Ursache hin. Mit der Identifizierung des Toten gelten die Ermittlungen als abgeschlossen. Die Angehörigen des Verstorbenen sind informiert worden. Der Fall hatte in der Region für Aufsehen gesorgt, da der Fundort in einem abgelegenen Bereich des ehemaligen Betonwerks lag, das früher unter anderem Schächte für Kläranlagen produzierte.

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