Sohn zu zehn Jahren Haft verurteilt: Mord an 80-jährigem Vater in Berlin-Buch
Ein 50-jähriger Mann ist wegen Mordes an seinem 80 Jahre alten Vater zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Berlin stellte nach einer knapp dreiwöchigen Verhandlung fest, dass der Sohn den Senior heimtückisch attackierte, als dieser sich schlafen gelegt hatte. Die Tat wurde mit einem Zimmermannshammer und einem Jagdmesser ausgeführt.
Details der Tat und des Geständnisses
Laut Ermittlungen schlich sich der Angeklagte in der Nacht zum 14. September 2025 mit einem überlassenen Schlüssel in die Wohnung seines Vaters in Berlin-Buch. Dem schlafenden Mann versetzte er zunächst mit einem Hammer mehrere wuchtige Schläge gegen den Kopf und stach dann mit einem Messer auf ihn ein. Einige Tage nach dem Angriff offenbarte der 50-jährige Deutsche die Tat in einem Krankenhaus, woraufhin alarmierte Polizeibeamte die Leiche fanden und den Sohn festnahmen.
Motiv und psychische Verfassung des Täters
Im Urteil hieß es, der Sohn habe sich in einer schweren depressiven Episode befunden, und es könne nicht ausgeschlossen werden, dass seine Steuerungsfähigkeit erheblich eingeschränkt war. Nach der Tat versuchte er laut eigenen Angaben, sich das Leben zu nehmen, wobei zwei Suizidversuche scheiterten. Als Auslöser nannte er Unzufriedenheit mit seiner Lebenssituation und zu Unrecht erhobene Missbrauchsvorwürfe gegen ihn. Er gab an, seinen Vater mit in den Tod nehmen zu wollen.
Gerichtsverfahren und Urteil
Die Staatsanwaltschaft hatte eine Strafe von 13 Jahren Haft gefordert, während der Verteidiger von einem „absoluten Drama“ sprach und keinen konkreten Strafantrag stellte. Das Gericht verurteilte den Mann schließlich zu zehn Jahren Haft, wobei das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Der Angeklagte befindet sich seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft.
Der Fall wirft Fragen zur Rolle psychischer Erkrankungen in Straftaten auf und unterstreicht die Tragik familiärer Konflikte, die in Gewalt eskalieren können.



