Hotel-Zeche geprellt: Staatsanwaltschaft will Jimi Blue Ochsenknecht erneut vor Gericht bringen
Staatsanwaltschaft will Jimi Blue Ochsenknecht erneut vor Gericht

Hotel-Zeche geprellt: Staatsanwaltschaft will Jimi Blue erneut vor Gericht zerren

Nach dem Blitz-Prozess um seine geprellte Hotel-Zeche in Tirol muss Reality-Star Jimi Blue Ochsenknecht (34) nun wieder zittern. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ist mit der Einstellung des Betrugsverfahrens gegen 18.000 Euro nicht einverstanden und strebt eine Verurteilung an. Das berichtete am Dienstag die Tiroler Tageszeitung.

Der Hintergrund des Falls

Im August musste sich der deutsche Schauspieler vor dem Landesgericht Innsbruck verantworten, weil er die Kosten für seine Geburtstagssause im Kirchberger Hotel „Sonne“ in Höhe von 13.827,35 Euro jahrelang nicht beglichen hatte. Deswegen war er Ende Juni am Flughafen Hamburg festgenommen und 23 Tage inhaftiert worden. Erst da beglich seine Ex-Freundin Yeliz Koç (32) seine Schulden.

Doch statt einer möglichen Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bot ihm Richterin Heide Maria Paul dann eine Ratenzahlung von sechsmal 3000 Euro binnen sechs Monaten an, um die Sache ohne Vorstrafe zu erledigen. Das hatte Ochsenknecht bis März getan und sich überdies bei Hotelier Wilhelm Steindl entschuldigt.

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Die Wende im Verfahren

Nun kommt es zu einer überraschenden Wende. Oberstaatsanwalt Hansjörg Mayr sagte der Tiroler Tageszeitung: „Wir sind der Meinung, dass die Diversionsvoraussetzungen nicht vorliegen. Der Angeklagte war zum Vorwurf des Betruges nicht geständig. Auch das Nachtatverhalten entspricht nicht den Voraussetzungen.“

Die Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen die Gewährung der Diversion wird jetzt einem Strafsenat des Innsbrucker Oberlandesgerichts vorgelegt. Dieser kann sie abweisen oder ihr Folge leisten. In diesem Fall würde es eine Neuauflage des Prozesses bei Richterin Heide Maria Paul geben.

Weitere finanzielle Forderungen

Nach BILD-Informationen fordert zudem nun auch seine Ex-Freundin Laura-Marie Geissler (27) 12.000 Euro aus einem Darlehen von Ochsenknecht zurück. Das bestätigt sein Anwalt Dr. Sebastian Skradde gegenüber BILD: „Richtig ist, dass Laura-Marie Geissler aktuell gegenüber Jimi Blue Ochsenknecht eine Forderung auf Rückzahlung eines Darlehens geltend macht. Falsch ist jedoch, dass ihr diese Forderung zusteht“, so der Jurist.

Er fügte hinzu: „Frau Geissler und Herr Ochsenknecht waren sich über eine Aufrechnung der Schuld einig. Wie in dem Bericht deutlich wird, kann von einer Straftat keine Rede sein. Da Frau Geissler in der jüngeren Vergangenheit in der breiten Öffentlichkeit und insbesondere in der Boulevardpresse nur noch wenig Aufmerksamkeit erfährt, gehen wir davon aus, dass Frau Geissler in Wirklichkeit nur um Aufmerksamkeit ringt und daher eine Strafanzeige erstattete.“

Jimi Blue Ochsenknecht reagierte am Dienstag zunächst nicht auf eine BILD-Anfrage. Der Fall zeigt, wie sich rechtliche und private Konflikte bei Prominenten überschneiden können und welche Konsequenzen dies für Gerichtsverfahren haben kann.

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