Starnberg: Vermisste 57-Jährige tot aufgefunden - Keine Hinweise auf Fremdverschulden
Die Polizei hat eine traurige Gewissheit in dem seit Wochen andauernden Vermisstenfall aus Starnberg erlangt. Die seit dem 19. Dezember 2025 vermisste 57-jährige Frau wurde tot aufgefunden. Am 18. Februar 2026 entdeckten Einsatzkräfte in einem Waldstück nahe der Bahngleise beim Waldfriedhof Starnberg eine zunächst unbekannte Frauenleiche.
DNA-Abgleich bringt Gewissheit
Ein durchgeführter DNA-Abgleich bestätigte eindeutig, dass es sich bei der aufgefundenen Person um die vermisste Frau handelt. Daraufhin hat die Polizei die seit Wochen laufende Öffentlichkeitsfahndung offiziell widerrufen. Nach den bisherigen Ermittlungen der Behörden liegen keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden vor. Die genauen Umstände des Todes werden weiter untersucht.
Rätselhaftes Verschwinden im Dezember
Die 57-jährige Anke Müller-Schmidt war seit dem 19. Dezember 2025 spurlos verschwunden. Als Letzter hatte sie einer ihrer beiden Söhne an jenem Freitagmorgen in ihrer Wohnung in Starnberg gesehen. Am darauffolgenden Samstag erschien die Altenpflegerin überraschend nicht zu ihrem Spätdienst im BRK-Mehrgenerationen-Campus Gauting, obwohl sie sich zuvor gesund gemeldet hatte.
Ihr Arbeitgeber Christoph Büchele beschrieb sie gegenüber Medien als "eine zuverlässige, bodenständige und solide Mitarbeiterin", deren plötzliches Fehlen völlig untypisch gewesen sei. Besonders rätselhaft: Die Frau hatte ihr Handy und andere wichtige Wertgegenstände in der Wohnung zurückgelassen.
Monatelange Ungewissheit für Familie und Kollegen
Für die Familie, Kollegen und Bekannten bedeuteten die vergangenen Wochen eine qualvolle Zeit der Ungewissheit. "Die Ungewissheit, Tag für Tag", beschrieb Büchele die Situation am Arbeitsplatz. Bewohner des Mehrgenerationen-Campus hätten täglich nach Neuigkeiten gefragt, Mitarbeiter hätten das Vermissten-Plakat aufgehängt und sich regelmäßig über den Fall ausgetauscht.
Die Polizei hatte die Ermittlungen zwischenzeitlich an die Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck übergeben. Trotz intensiver Nachforschungen – einschließlich der Auswertung des zurückgelassenen Handys – ergaben sich lange Zeit keine konkreten Hinweise auf den Verbleib der Frau.
Polizei schließt mehrere Szenarien aus
Bis zur Auffindung der Leiche hatte die Polizei verschiedene Möglichkeiten in Betracht gezogen. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord hatte gegenüber Medien erklärt, dass "auch nicht ausgeschlossen wurde, dass Frau Müller-Schmidt ihr gewohntes Lebensumfeld freiwillig verlassen hat". Gleichzeitig betonten die Ermittler, dass es keine Hinweise auf ein mögliches Gewaltverbrechen oder Suizidgeschehen gegeben habe.
Die Polizei hatte die Bevölkerung wiederholt um Mithilfe gebeten und sogar ein aktuelleres Foto der Vermissten veröffentlicht. Nun endet die monatelange Suche mit der traurigen Gewissheit des Todesfundes. Für die Hinterbliebenen beginnt eine Zeit der Trauer und der Suche nach Antworten auf die noch offenen Fragen.



