Polizei warnt: Nicht ansprechen! Straftäter nach Besuch beim Pfarrer abgehauen
Köln (Nordrhein-Westfalen) – Ein gefährlicher Strafgefangener ist während eines begleiteten Ausgangs aus einem Pfarrhaus in der Kölner Innenstadt geflohen. Die Polizei fahndet seit Mittwoch nach dem 44-jährigen Alexander G., der sich seit 2023 im geschlossenen Maßregelvollzug der forensischen Psychiatrie der LVR-Klinik Köln befindet. Der Ukrainer war wegen Gewaltdelikten verurteilt worden.
Flucht aus dem Pfarrhaus
Am Mittwoch gegen 14.20 Uhr hielt sich Alexander G. im Rahmen eines begleiteten Ausgangs in einem Pfarrhaus in der Georgstraße auf. In einem unbeobachteten Moment nutzte er die Gelegenheit und flüchtete in unbekannte Richtung. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann sich in der Region nicht auskennt und orientierungslos sein könnte.
Beschreibung des Flüchtigen
Der 44-Jährige ist 1,77 Meter groß und wiegt etwa 50 Kilogramm. Er hat einen Vollbart und lange braune Haare, die er zu einem Zopf gebunden trägt. Zum Zeitpunkt der Flucht war er mit einer grünen Jacke und einer braunen Cordhose bekleidet. Ein Foto des Mannes wurde von der Polizei veröffentlicht.
Besondere Gefahr: Gehörlosigkeit
Alexander G. ist gehörlos und kann sich nur in ukrainischer Gebärdensprache verständigen. Dies erschwert die Kommunikation mit ihm erheblich. Die Polizei warnt ausdrücklich davor, den Flüchtigen anzusprechen oder sich ihm zu nähern. Stattdessen wird die Bevölkerung gebeten, sofort den Notruf 110 zu wählen, wenn der Mann gesichtet wird.
Hintergrund der Unterbringung
Der Strafgefangene war nach mehreren Gewaltdelikten in den geschlossenen Maßregelvollzug der LVR-Klinik Köln eingewiesen worden. Der begleitete Ausgang war Teil seiner Resozialisierungsmaßnahmen. Die Polizei Köln hat umfangreiche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet und bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe.



