Tödlicher Arbeitsunfall in Lederfabrik: Drei Tote, zwei in Lebensgefahr - Kriminalpolizei ermittelt
Tödlicher Arbeitsunfall in Lederfabrik: Drei Tote, zwei in Lebensgefahr

Tödlicher Arbeitsunfall in Lederfabrik: Drei Tote, zwei in Lebensgefahr - Kriminalpolizei ermittelt

Bei einem verheerenden Arbeitsunfall in einer Lederfabrik und Pelzgerberei im hessischen Runkel sind drei Arbeiter ums Leben gekommen. Zwei weitere Männer schweben in Lebensgefahr und wurden mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser gebracht. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen, um die genauen Umstände der Tragödie aufzuklären.

Rätsel um tödliche Grube in der Gerberei

Die Männer waren am Donnerstagnachmittag in einer Auffangklärgrube der Gerberei verunglückt. Nach ersten Erkenntnissen stiegen sie nacheinander in die Tiefe und kamen dort ums Leben. Ein Mitarbeiter der Firma entdeckte die Opfer und alarmierte die Rettungskräfte.

Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) erklärte, die Behörden gingen von einer Kohlenmonoxidbildung in der Grube aus, die zum Tod der Arbeiter geführt habe. Mit welchen Chemikalien die Männer genau in Berührung kamen, muss jedoch noch ermittelt werden.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Großeinsatz der Rettungskräfte

Rund 150 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Gefahrenabwehr waren zeitweise im Einsatz, um die Toten und Verletzten aus der Grube zu bergen. Aufgrund der Chemikalien im Betrieb mussten etwa 45 bis 50 Einsatzkräfte, die unmittelbaren Kontakt mit den Opfern hatten, dekontaminiert und vorsorglich einem Arzt vorgestellt werden.

Kreisbrandmeister René Schultheis betonte, dass Spezialisten hinzugezogen würden, um die Chemikalien in der Grube zu untersuchen. Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf diese Substanzen, um die Todesursache der Opfer endgültig zu klären.

Ermittlungen der Kriminalpolizei

Das Polizeipräsidium Westhessen teilte in der Nacht mit, dass die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen habe. Im Zentrum stehen die Chemikalien in der Grube, die nun eingehend analysiert werden müssen. Innenminister Poseck besuchte den Unglücksort, um sich persönlich über die Geschehnisse zu informieren.

Der Vorfall ereignete sich in dem 9500-Einwohner-Städtchen Runkel im Kreis Limburg-Weilburg und hat die örtliche Gemeinschaft schwer getroffen. Die genauen Arbeitsabläufe und Sicherheitsvorkehrungen in der Fabrik werden nun kritisch hinterfragt.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration