Tiger bricht in Dölzig aus: Polizei erschießt Raubkatze nach Angriff
Tiger bricht in Dölzig aus: Polizei erschießt Raubkatze

Am Sonntagnachmittag, dem 17. Mai 2026, ereigneten sich dramatische Szenen in einem Gewerbegebiet nahe Dölzig (Schkeuditz), unweit des Shoppingcenters Nova und der Möbelhäuser Höffner und Ikea in Günthersdorf. Ein Tiger verletzte einen Mann schwer und entkam aus seinem Gehege. Die alarmierte Polizei musste das Tier erschießen.

Bei dem verletzten Mann handelt es sich nach Angaben von Susanne Lübcke, Sprecherin der Polizeidirektion Leipzig, um einen Helfer der umstrittenen Dompteurin Carmen Zander. Zander hält in Dölzig mehrere Tiger, darunter auch das ausgebrochene Tier. Die genauen Umstände des Ausbruchs und die Schwere der Verletzungen des Helfers sind noch unklar.

Einsatz der Polizei

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an, nachdem die Meldung über den ausgebrochenen Tiger eingegangen war. Das Tier befand sich in einem Gewerbegebiet, in dem sich normalerweise viele Menschen aufhalten. Um eine Gefahr für die Bevölkerung auszuschließen, entschieden die Beamten, den Tiger zu erschießen. Die Aktion verlief ohne weitere Zwischenfälle.

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Hintergrund: Carmen Zander

Carmen Zander ist eine bekannte Dompteurin, die in der Vergangenheit bereits mehrfach in die Kritik geraten war. Tierschützer werfen ihr vor, die Tiere unter unzureichenden Bedingungen zu halten. In Dölzig betreibt sie einen sogenannten Tigerplatz, wo sie mehrere Raubkatzen trainiert und präsentiert. Der Vorfall am Sonntag dürfte die Diskussion um die Haltung von Wildtieren in Privatbesitz neu entfachen.

Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, um die genauen Umstände des Ausbruchs zu klären. Der verletzte Helfer wurde in ein Krankenhaus gebracht. Über seinen Zustand liegen derzeit keine näheren Informationen vor.

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