Berliner U-Bahnhof Schönhauser Allee: Vermummte Union-Anhänger überfallen Hertha-Fans
In einem besorgniserregenden Vorfall im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg haben bis zu 30 teilweise vermummte Personen am Freitagabend eine Gruppe jugendlicher Hertha-BSC-Fans bedroht und ausgeraubt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei sollen die Täter Anhänger des Bundesligisten Union Berlin gewesen sein.
Der Überfall im Detail
Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des U-Bahnhofs Schönhauser Allee. Die vier Schüler im Alter von 14 und 15 Jahren waren zuvor in der Greifenhagener Straße unterwegs, als sie auf die Gruppe von Union-Anhängern trafen. Einem der Jugendlichen war deutlich ein Rucksack mit dem Hertha-BSC-Logo auf dem Rücken zu sehen.
Laut Polizeibericht umringten die gewaltbereiten Union-Fans die Hertha-Anhänger und bedrohten sie. Sie forderten die Jungen auf, ihre Wertsachen herauszugeben, und drohten mit Prügeln, falls sie sich weigern sollten. Anschließend rissen sie einem der Hertha-Fans den Rucksack mit dem blau-weißen Logo vom Rücken.
Die Beute und die Flucht
Aus den Rucksäcken der Jugendlichen erbeuteten die Täter unter anderem einen Apple iPod, Handschuhe der Marke „Boss“ sowie weitere Wertgegenstände. Die Union-Anhänger machten dabei deutlich, dass das Gebiet um den Tatort ihr Revier sei und die Hertha-Fans sich dort nicht mehr blicken lassen sollten.
Nach dem Raubüberfall flüchteten die Täter. Die ausgeraubten Hertha-Fans wandten sich an Polizisten an den Schönhauser-Allee-Arcaden und erstatteten Anzeige.
Polizei stellt Verdächtige fest
Kurz nach dem Vorfall konnte die Polizei eine Gruppe von elf Union-Fans im Alter zwischen 16 und 21 Jahren an der Krügerstraße feststellen. Acht von ihnen trugen sichtbar Fankleidung des Klubs. Ob diese Personen zu dem Überfallkommando gehörten, wird derzeit noch geprüft.
Die genaue Herkunft der Union-Anhänger aus Köpenick ist bislang unklar. Die Ermittlungen der Berliner Polizei laufen auf Hochtouren, um die genauen Umstände des Vorfalls aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.



