Vater greift bei Kinderstreit zu Schreckschusswaffe in Storkow
Vater schießt bei Kinderstreit mit Schreckschusswaffe

Eskalation in Storkow: Vater feuert Schreckschusswaffe bei Kinderstreit ab

Ein eigentlich harmloser Streit zwischen zwei Kindern entwickelte sich am Wochenende in Storkow im Landkreis Oder-Spree zu einem gefährlichen Zwischenfall mit Waffengebrauch. Auslöser war eine Auseinandersetzung um eine E-Zigarette, die zwischen zwei zwölfjährigen Mädchen entbrannte. Die Situation eskalierte jedoch erst, als der Vater eines der Mädchen eingriff und unerlaubt eine Schreckschusswaffe benutzte.

Polizeieinsatz nach Schüssen in der Innenstadt

Am Samstagabend gegen 19 Uhr meldeten besorgte Anwohner Schüsse in der Schlosstraße im Zentrum von Storkow. Laut Polizeiangaben war der 36-jährige Vater eines der streitenden Mädchen an den Ort des Geschehens gekommen, um seine Tochter abzuholen. Statt jedoch deeskalierend zu wirken, zog der Mann einen Revolver und feuerte mindestens einen Schuss in die Luft ab. Anschließend verließ er mit seiner Tochter den Ort.

Die alarmierten Polizeikräfte konnten den Mann noch am selben Abend stellen und die Waffe sicherstellen. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten zudem betäubungsmittelverdächtige Substanzen bei dem 36-Jährigen. Die genaue Art und Menge dieser Substanzen wurde zunächst nicht näher spezifiziert.

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Rechtliche Konsequenzen drohen

Die Polizei betonte, dass der Gebrauch von Schreckschusswaffen in der Öffentlichkeit grundsätzlich verboten ist. „Selbst wenn ein Kleiner Waffenschein vorliegt, ist das Schießen mit Schreckschusswaffen außerhalb von geschlossenen Räumen oder speziell ausgewiesenen Plätzen nicht erlaubt“, erklärte ein Polizeisprecher. Gegen den Vater wurden Ermittlungen wegen des unerlaubten Schusswaffengebrauchs und des Verdachts auf Besitz von Betäubungsmitteln eingeleitet.

Die beiden Mädchen kamen bei dem Vorfall körperlich unverletzt davon, doch der psychische Schock dürfte beträchtlich sein. Zeugen berichteten von großer Aufregung und Angst unter den anwesenden Kindern und Erwachsenen. Die Polizei sucht nun nach weiteren Zeugen, um den genauen Hergang des Vorfalls zu rekonstruieren.

Hintergrund und Präventionsmaßnahmen

Der Vorfall wirft Fragen nach dem Umgang mit Konflikten und der Verfügbarkeit von Waffen auf. Experten weisen darauf hin, dass Schreckschusswaffen zwar keine scharfe Munition verschießen, aber durch ihren realistischen Eindruck und die lauten Knalle erheblichen Schrecken verbreiten können. In dicht besiedelten Gebieten wie der Storkower Innenstadt besteht zudem die Gefahr, dass Passanten die Schüsse für echte Gewalttaten halten und in Panik geraten.

Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, bei Konflikten stets die Deeskalation zu suchen und im Zweifelsfall die Behörden einzuschalten. Der Einsatz von Waffen, selbst wenn es sich nur um Schreckschusswaffen handelt, ist keine angemessene Lösung für zwischenmenschliche Auseinandersetzungen und kann zu schwerwiegenden rechtlichen Konsequenzen führen.

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