In Bordeaux ist ein Kreuzfahrtschiff nach einer Welle von Magen-Darm-Infektionen unter Quarantäne gestellt worden. Rund 1.700 Passagiere und Besatzungsmitglieder dürfen das im südwestfranzösischen Bordeaux eingelaufene Schiff nicht verlassen. Mediziner sind an Bord der „Ambition“ gegangen, um die Lage zu bewerten und Proben zu entnehmen, wie die örtlichen Gesundheitsbehörden und die Präfektur mitteilten.
Erkrankte und ein Todesfall an Bord
Nach Angaben des Kapitäns sind rund 50 Passagiere erkrankt. Die lokale Zeitung „Sud Ouest“ und weitere französische Medien berichteten zudem, dass ein über 90 Jahre alter britischer Passagier gestorben sei. Die genaue Todesursache wird noch untersucht. Die Behörden betonten, es gebe keinen Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen diesem Ausbruch und dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Schiff „Hondius“, das ebenfalls in den Nachrichten war.
Untersuchungen und weiteres Vorgehen
Die französischen Behörden planen, im Laufe des Tages über das weitere Vorgehen zu entscheiden, sobald erste Untersuchungsergebnisse vorliegen. Die „Ambition“ sollte eigentlich Kurs Richtung Spanien nehmen. Nun bleibt das Schiff vorerst in Bordeaux, während die Gesundheitsbehörden die Situation kontrollieren.
Hantavirus-Ausbruch auf der „Hondius“
Unterdessen ist die von einem Hantavirus-Ausbruch betroffene „Hondius“ am Sonntag im Hafen von Teneriffa eingelaufen, wo die Passagiere evakuiert wurden. Derzeit sind elf bestätigte oder wahrscheinliche Hantavirus-Fälle im Zusammenhang mit der „Hondius“ erfasst, darunter drei verstorbene Passagiere, bei denen eine Infektion mit dem Hantavirus-Typ Andesvirus nachgewiesen wurde oder vermutet wird. Die Behörden arbeiten daran, die Ausbreitung des Virus zu stoppen.



