Der Vatertag, auch als Christi Himmelfahrt bekannt, ist einer der gefährlichsten Tage im deutschen Straßenverkehr. Laut einer aktuellen Studie des Ersatzteile-Onlineshops Motointegrator in Zusammenarbeit mit DataPulse steigt die Zahl der alkoholbedingten Unfälle an diesem Tag drastisch an. Während an einem normalen Tag rund 100 solcher Unfälle registriert werden, sind es am Vatertag etwa 300 – eine Verdreifachung.
Alkohol als Hauptursache
Die Studie untersuchte Umfrageergebnisse, nationale Unfallstatistiken, polizeiliche Kontrollen, gesetzliche Grenzwerte und Alkoholkonsumdaten. Ergebnis: Rund 2 Prozent der Autofahrer in der EU sind täglich alkoholisiert unterwegs, verursachen aber ein Viertel aller Verkehrstoten. Schätzungsweise 6500 Todesfälle pro Jahr ließen sich europaweit vermeiden, wenn niemand mehr betrunken fahren würde.
Männer und junge Fahrer besonders gefährdet
Die Statistik zeigt eine klare Dominanz der Männer: Bei 80 bis 86 Prozent aller alkoholbedingten Unfälle in den untersuchten Ländern waren die Fahrer männlich. Zudem tragen jüngere Fahrer ein überproportional hohes Risiko. Der Vatertag, an dem traditionell Männergruppen mit Bollerwagen und Bier unterwegs sind, sticht dabei besonders hervor. Seit über zwei Jahrzehnten steht dieser Tag fast ununterbrochen an der Spitze der Unfallstatistik für Alkoholunfälle.
Vergleich mit anderen Tagen
Die Gefahr für einen alkoholbedingten Unfall ist am Vatertag deutlich höher als an anderen Feiertagen. An Neujahr lag die Zahl der Alkoholunfälle in den vergangenen Jahren bei rund 200 – immer noch hoch, aber deutlich niedriger als am Vatertag. In anderen Ländern gibt es andere Spitzenreiter: In Frankreich ist der Neujahrstag am gefährlichsten, in Belgien die Woche zwischen Heiligabend und Neujahr, in Polen das Allerheiligen-Wochenende und in Skandinavien Mittsommer.
Positiver Trend bei Verkehrstoten
Trotz des hartnäckigen Spitzenwerts am Vatertag geht die Entwicklung der alkoholbedingten Verkehrstoten in Deutschland insgesamt zurück. Zwischen 2011 und 2021 sank die Zahl von 400 auf 167 – ein Rückgang von 58 Prozent. Damit zählt Deutschland zu den europäischen Ländern mit deutlichen Fortschritten. Der Vatertag selbst ist jedoch auf einem konstant hohen Niveau geblieben. Der diesjährige Vatertag fällt auf den 14. Mai.



