Vermisstenfall nach sieben Jahren gelöst: Knochenfund neben Spielplatz identifiziert
Vermisstenfall nach sieben Jahren durch Knochenfund gelöst

Schockierender Fund an Bolzplatz führt zur Identifizierung

Ein tragischer Vermisstenfall aus dem Jahr 2019 konnte nun nach sieben Jahren aufgeklärt werden. Die Polizeidirektion Worms in Rheinland-Pfalz hat durch einen DNA-Abgleich menschliche Knochenreste eindeutig identifiziert, die zu dem seit langem vermissten Alexander S. (†72) gehören.

Kinder entdecken menschlichen Schädel beim Spielen

Anfang Januar dieses Jahres machten zwei Kinder an einem Bolzplatz in Worms einen schockierenden Fund. Als ihr Ball in ein angrenzendes Gebüsch rollte, kletterte einer der Jungen über einen Zaun, um ihn zurückzuholen. Dabei stieß der Sechsjährige auf einen menschlichen Schädel. Die Kinder informierten umgehend ihre Eltern, die sofort die Polizei alarmierten.

Bei der anschließenden großangelegten Suche fanden Ermittler der Kriminalpolizei Worms gemeinsam mit Spezialisten aus Mainz und Rechtsmedizinern weitere Knochenreste. Schnell stand fest, dass es sich um Teile eines menschlichen Skeletts handelte. Alle Funde wurden zur genaueren Untersuchung in die Rechtsmedizin nach Mainz gebracht.

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DNA-Abgleich bringt traurige Gewissheit

Nach intensiven Untersuchungen konnte jetzt durch einen DNA-Abgleich zweifelsfrei festgestellt werden, dass die sterblichen Überreste zu dem seit 2019 vermissten Alexander S. gehören. Der 72-jährige Rentner aus Worms war damals spurlos verschwunden, nachdem er zuletzt in seiner Wohnung gesehen worden war.

Besonders tragisch an diesem Fall: Der Mann litt unter Demenz und befand sich vermutlich in einer hilflosen Lage, als er verschwand. Die Polizei hatte damals intensiv nach ihm gesucht und sogar eine Öffentlichkeitsfahndung durchgeführt, die jedoch keine Hinweise auf seinen Verbleib erbrachte.

Keine Hinweise auf Fremdverschulden

Die Rechtsmediziner fanden bei ihren Untersuchungen keine Anzeichen für ein Fremdverschulden. Dennoch bleibt unklar, was genau mit dem Mann in den vergangenen Jahren geschehen ist und wie er zu Tode kam. Für die Angehörigen bedeutet diese Identifizierung zwar das Ende einer jahrelangen Ungewissheit, aber auch eine tragische Gewissheit über das Schicksal des Vermissten.

Der Fundort direkt neben einem Bolz- und Kinderspielplatz unterstreicht die besondere Tragik dieses Falls. Die Ermittlungen zu den genauen Todesumständen dauern weiter an, während die Familie nun endlich Gewissheit über das Schicksal ihres Angehörigen hat.

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